27.06.2009

50-80 jährige Studienteilnehmer gesucht

Es soll untersucht werden, was diejenigen Personen, die ein höheres Risiko haben, an Parkinson oder Alzheimer zu erkranken, von jenen unterscheidet, die mit dem gleichen Risiko nicht erkranken. Für diese Art von Fragestellung ist es notwendig, größere Gruppen von Menschen über mehrere Jahre zu untersuchen. In dieser Studie sollen insgesamt 800 Menschen regelmäßig im 2-Jahresabstand untersucht werden:

Wenn Sie 50 - 80 Jahre alt & gesund sind oder an Störungen der Geruchswahrnehmung, REM-Schlafstörungen und/oder Depressionen leiden, laden wir Sie herzlich ein, an unserer Studie teilzunehmen.

Die Studie wird am Universitätsklinikum Tübingen und am Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart unter der Leitung von Prof. Dr. D. Berg und Prof. Dr. G. Eschweiler durchgeführt.

Informationen erhalten Sie vor Ort bei Frau Gauß, Krankenschwester und Frau Kuder-Buletta, Krankenschwester unter Tel. 07071/29 - 8 75 84, Montags 14 - 16 Uhr und Dienstags - Freitags 9 - 12 Uhr, per E-Mail und auf der Webseite www.trend-studie-tuebingen.de

Hintergrund der Studie

Die Parkinson-Erkrankung und Alzheimer-Demenz sind häufige, schwere chronische Erkrankungen. Beide treten aber nicht plötzlich auf. Vor den ersten sichtbaren Symptomen ist bereits eine große Anzahl von Nervenzellen über Jahre zugrunde gegangen.

Klinische und bildgebende Marker zur Früherkennung
Eine Reihe von Untersuchungen deuten darauf hin, dass in der Frühphase dieser Erkrankungen verschiedene klinische und bildgebende Marker erhoben werden können, die evtuell Hinweise auf die spätere Entwicklung der Parkinsonerkrankung oder Demenz sein können.

Dazu gehören:

    * Auffälligkeiten im Ultraschall des Gehirns
    * Störung der Geruchswahrnehmung
    * REM-Schlafstörung
    * Depressionen
    * verminderte Mitbewegung einer Körperseite bei starker körperlicher Belastung
      autonome Dysfunktionen

Die Ursache und die Art dieser frühen Schädigung sind bis heute wenig verstanden.
Ein besseres Verständnis ist jedoch immens wichtig, denn die frühzeitige Diagnose ist vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Bevölkerung von großer Bedeutung, um langfristig früher mit nerven-zellschützenden Therapien eingreifen zu können.Dafür müssen Menschen, die möglicherweise ein höheres Risiko für die Krankheiten haben, untersucht werden.
 
Erste Hinweise auf erhöhtes Risiko
Erste Hinweise besagen, dass Menschen in höherem Lebensalter mit

    * aktueller oder wiederkehrender Depression
    * einer bestimmten Schlafstörung (REM-Schlafstörung) oder einer
    * Geruchswahrnehmungsstörung

möglicherweise ein erhöhtes Risiko haben, an einer Parkinsonerkrankung oder einer Alzheimer-Demenz zu erkranken. Andererseits ist es wichtig zu wissen, dass ein Großteil der Menschen mit diesen Störungen nie an einem Parkinsonsyndrom oder an Alzheimer-Demenz erkranken wird.

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