06.09.2017

Vertrauen durch Transparenz: Ein Unterstützer berichtet

Gerd Weisenberger (l.) mit SAI-Geschäftsführer Christoph Sasse

Der Steuerexperte Gerd Weisenberger kennt die vielen Facetten der Alzheimer-Krankheit aus eigener Erfahrung. Er weiß, wie schwierig der Umgang eines Angehörigen mit einem Erkrankten ist, denn sein Vater litt an Alzheimer. Für ihn ist klar, die Erforschung der Krankheit ist noch nicht am Ziel und muss dringend weitergeführt werden. Daher hat er entschieden, die Arbeit unserer Stiftung Alzheimer Initiative (SAI) mit einem persönlichen Stifterfonds zu unterstützen.

Wie sind Sie auf die Stiftung Alzheimer Initiative aufmerksam geworden?
Auf die Stiftung bin ich durch die Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärungsschriften der Alzheimer Forschung Initiative aufmerksam geworden. Konkreter Anlass war ein Schreiben mit Spendenaufruf und klaren Erläuterungen zur Stiftungstätigkeit.

Warum engagieren Sie sich für die Alzheimer-Forschung?
Mein Engagement beruht sowohl auf Kenntnissen zur Entwicklung der Krankheit bei betreuten Personen in Pflegeheimen, als auch auf meiner persönlichen Erfahrung. Mein Vater war an Alzheimer erkrankt und wurde lange Zeit von uns versorgt. Die Alzheimer-Demenz ist so stark verbreitet. Für alle Betroffenen ist es schwierig, damit umzugehen. Und die Erforschung steht noch am Anfang. Jede private Forschungsinitiative – wie bei der Stiftung Alzheimer Initiative – gibt Hoffnung auf verwertbare wissenschaftliche Ergebnisse.

Was hat Ihnen besonders an der Alzheimer Forschung Initiative und ihrer Stiftung zugesagt?
Besonders angetan war ich über die transparente Darstellung der Stiftungsarbeit in den angeforderten Unterlagen. Die geförderte Grundlagenforschung und der Einsatz der Mittel werden durch den kompetent besetzten wissenschaftlichen Beirat geplant und kontrolliert. In Veranstaltungen berichten die Forscher regelmäßig über die Ergebnisse ihrer Arbeit. Die Teilnahme an diesen Informationsveranstaltungen ist für mich sehr interessant und eine Bereicherung. Neben dieser geförderten Forschung ist aber für mich auch die Öffentlichkeitsarbeit zur Alzheimer-Krankheit sehr wertvoll.

Als Steuerberater kennen Sie sich ja bestens mit steuerlichen Vorteilen von Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen aus. Für wen ist eine Zustiftung empfehlenswert?
Bekanntlich ist der jährlich mögliche Spendenabzug bei der Einkommensteuer auf 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte beschränkt. Bei einer geplanten größeren Zuwendung empfehle ich die Zustiftung, weil hier der Abzug wahlweise in voller Höhe (bis 1 Mio. Euro) im Jahr der Zahlung oder gleichmäßig auf bis zu zehn Jahre verteilt werden kann. Damit wird eine optimale Steuerentlastung erreicht. Gegebenenfalls kann der Steuerrückfluss für eine weitere Spende oder Zustiftung verwendet werden. Wichtig ist für mich, dass die Zustiftung kurzfristig, auch noch kurz vor Ende des Jahres, ohne besondere Formalitäten, lediglich mit einer Überweisung an die Stiftung, die den Zusatz „Zustiftung“ enthält, realisiert werden kann.

Wann ist es günstiger, einen Stifterfonds oder eine treuhänderische Stiftung zu machen?
Es sind für mich weniger die steuerlichen Gründe entscheidend, die für einen Stifterfonds oder eine treuhänderische Stiftung sprechen. Vielmehr finde ich wichtig, dass bei einer Treuhandstiftung unter dem Dach der Stiftung Alzheimer Initiative mittels einer eigenen Satzung auf den Stiftungszweck Einfluss genommen werden kann und eine eigene Namensgebung möglich ist. Zum Andenken an den Stifter empfehle ich diese Verselbständigung der Zuwendung besonders.

Worauf sollten Stifter bei der Wahl der Organisation achten?
Der Stifter sollte sich Informationsmaterial von den zuständigen Stiftungsgremien beschaffen, um Aufschluss über die Aktivitäten der Stiftung, Transparenz bei den Einnahmen und Ausgaben sowie Informationen zur Geschäftsführung zu erhalten.

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