Risikofaktoren

Alter

Das Alter ist unbestritten der größte Risikofaktor für die Alzheimer-Demenz. Alzheimer tritt normalerweise bei Personen auf, die älter als 65 Jahre sind und betrifft selten Menschen unter 40. Bei den unter 65-Jährigen sind lediglich 3 % betroffen, im Alter von 80-90 ist es schon mindestens jeder vierte betroffen und bei den über 90-Jährigen leidet bereits fast die Hälfte an Demenz.

Kardiovaskuläre Faktoren

Sowohl Herz-Kreislauferkrankungen als auch Alzheimer tragen zu kognitivem Abbau bei und scheinen sich sogar zu gegenseitig verstärken. Man vermutet, dass Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen eher einen „stillen Schlaganfall“ bekommen, und Studien zeigten, dass Menschen mit „stillen Schlaganfällen“ ein erhöhtes Risiko haben, an einer Demenz zu erkranken. Viele Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie

  • hoher Blutdruck
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Diabetes
  • Hoher Homocysteinspiegel
  • Übergewicht und
  • Rauchen

sind auch Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit. Sie können gut behandelt werden oder durch Veränderungen in der Lebensweise verringert werden. Lassen Sie sich vom Hausarzt auf diese Risikofaktoren untersuchen und gegebenenfalls behandeln.

Genetik

Die seltene Form der Alzheimer-Krankheit, die vor dem 65. Lebensjahr auftritt, ist eindeutig genetisch bedingt, betrifft jedoch nur einen Anteil von weniger als 5 % aller Erkrankten. Eine Mutation am Chromosom 19 wird mit der späten Alzheimer-Form (der häufigsten) in Verbindung gebracht, doch nicht jeder Mensch, der diese Chromosomen-Veränderung hat, entwickelt die Krankheit. Der Zusammenhang zwischen genetischer Disposition und der späten Form der Alzheimer-Krankheit ist nicht vollständig bekannt.