29.10.2008

Neuauflage des Ratgebers "Diagnose Alzheimer"

Ehrliche Antworten für Alzheimer-Patienten im frühen Stadium gibt der aktualisierte Ratgeber, den die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) kostenlos an Betroffene und Interessierte abgibt.

Heute erfahren viele Alzheimer-Patienten schon in einem frühen Stadium von ihrer Krankheit. Da es Medikamente gibt, die den Krankheitsverlauf zeitweise aufhalten und verlangsamen, achten Ärzte auf erste Anzeichen der Krankheit. Patienten, die bisher ein selbständiges Leben allein oder in einer Partnerschaft geführt haben, müssen sich jetzt mit der „Diagnose Alzheimer“ auseinandersetzen.

Wie geht der Betroffene mit dem Schock der Diagnose um? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Wie soll er sein Leben einrichten? Was bedeutet die Diagnose Alzheimer für seine Familie? Was muss er noch planen? Welche Hilfen kann er in Anspruch nehmen?

Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt der Ratgeber „Diagnose Alzheimer – Ehrliche Antworten für Patienten“, den die AFI mit der wissenschaftlichen Beratung von Prof. Dr. med. Konrad Maurer, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Frankfurt, aktualisiert hat. Er ist speziell für Alzheimer-Patienten im frühen Stadium geschrieben.

Für viele Patienten ist es hilfreich, so viel wie möglich über die Alzheimer-Krankheit zu erfahren. Denn wenn sie den Krankheitsverlauf kennen, können sie sich selbst und ihre Angehörigen auf das Kommende vorbereiten und Vorkehrungen für die Zukunft treffen. Hilfsangebote können geprüft und eine spätere Betreuung geplant werden. Denn viele Alzheimer-Patienten berichten, dass sie sich besser fühlen, wenn sie mehr über die Krankheit wissen. Das Buch möchte helfen, „Kontrolle“ über die Situation zu erlangen und sich weniger ausgeliefert zu fühlen.

Der Ratgeber „Diagnose Alzheimer – Ehrliche Antworten für Patienten“ informiert detailliert über Diagnose- und Behandlungsmethoden, über mögliche Ursachen und über den Verlauf der Alzheimer-Krankheit. Er erläutert die Reaktionen von Betroffenen und deren Angehörigen, wenn sie mit der Diagnose Alzheimer konfrontiert werden. Ausführlich wird darauf eingegangen, was der Betroffene planen kann und sollte, je nachdem, ob er alleine oder in einer Partnerschaft lebt, und, ob er noch im Berufsleben steht oder schon pensioniert ist. Im Anhang finden sich hilfreiche Literaturhinweise und Adressen von Organisationen, die weiterhelfen können.

Der Ratgeber will Mut machen, die noch verbleibende Zeit aktiv zu nutzen und sich auf den neuen Lebensabschnitt vorzubereiten. Ziel ist es, die Lebensqualität so lange und so gut wie möglich zu erhalten. Das ist ein erreichbares Ziel. Und die Tatsache, dass sich weltweit zahlreiche Forscher mit der Krankheit beschäftigen und dies in den letzten Jahren zu entscheidenden Fortschritten geführt hat, lässt für die Zukunft hoffen.

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