26.11.2009Alzheimer-Demenz: Wichtiger Mechanismus entschlüsseltDie Gruppe um die Basler Forscherin Prof. Anne Eckert kann erstmals einen molekularen Link zwischen zwei pathologischen Eiweissablagerungen aufzeigen, welche die Funktionalität von Mitochondrien schädigen. Die Forschungsresultate wurden online in der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht. Bei der Alzheimer-Krankheit, der häufigsten Form von Demenz, kommt es im Gehirn zur Ablagerung von zwei abnorm veränderten Eiweissbruchstücken. Ausserhalb der Nervenzellen findet man solche Plaques um einen Amyloid-Kern und innerhalb der Zellen treten Bündel von abnormalem Tau-Protein auf. Rolle der Mitochondrien bei der Alzheimer-Krankheit?Seit einiger Zeit wird zudem über eine gestörte Funktion der Mitochondrien bei der Entstehung der Erkrankung diskutiert. Mitochondrien, die "Kraftwerke" der Zelle, stellen die Energie für die Zellfunktionen zur Verfügung. Diese Energie wird in Form des Energiemoleküls ATP durch einen Prozess bereitgestellt, der als Zellatmung bezeichnet wird. Kombination aus Plaques und Fibrillen verstärkt SchädigungDaraufhin haben die Forschenden die Funktion der Mitochondrien, insbesondere der Atmungskette, genauer untersucht. Sie fanden heraus, dass der Sauerstoffverbrauch durch Zellatmung sowohl durch die Amyloid-beta- als auch durch die Tau-Pathologie beeinträchtigt wird und dass eine Kombination der beiden Eiweissveränderungen die negativen Effekte auf die Mitochondrien verstärkt.
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Unsere AnschriftAlzheimer Forschung Initiative e.V. Initiative für die ForschungSeit 1996 konnte die Alzheimer Forschung Initiative dank zahlreicher privater Spender insgesamt 89 Forschungsprojekte mit 4,75 Millionen € unterstützen. Jährlich werden in einem zweistufigen Bewertungsverfahren die aktuellen Forschungsanträge begutachtet. Jedes Jahr werden bei der AFI mehr ausgezeichnete und förderungswürdige Anträge eingereicht, als der Verein finanziell unterstützen kann. |

