12.01.2010Ein Ehrenamt auf vier PfotenEs gibt viele positive Erfahrungen mit der Tiertherapie bei der Behandlung verschiedener neurologischer und psychischer Krankheiten. Tiergestützte Therapien gehören zu den sogenannten alternativmedizinischen Behandlungsverfahren. Kinder und Menschen mit Behinderungen profitieren seit längerem von Tiertherapien. Beispielsweise beim pädagogischen Reiten oder in der Delfintherapie. Besonders wirkungsvoll ist diese Therapie, wenn keine Verbalkommunikation möglich ist. Bislang setzte man die Tiere bei zum Beispiel Gehörlosigkeit, Sprachstörungen, Angstzuständen und Verschlossenheit ein. Erst vor kurzem begann Jochen Jung, Direktor eines Seniorenheims in Hamburg, mit der aus den USA stammenden Hundetherapie. Demenztherapie mit HundenDie Tiere unterlaufen einen Wesenstest und Begleitprüfungen, da nicht jeder Hund als Therapiehund geeignet ist. Labradore, Retriever und Irish Setter sind Rassen, die sich für diese Aufgabe besonders gut eignen. Sie werden in einer Ausbildung für ihre Einsätze geschult. Mascha, Hexe und Valentin sind erfahrene Hunde im Umgang mit Demenz-Patienten. Der Retriever, Valentin wurde in einer zweijährigen Ausbildung für den Umgang mit Alzheimer-Patienten geschult (Kosten der Ausbildung: 25.000 €). Er erkennt menschliche Gesten, die ihm signalisieren, ob er sich einem erkrankten Alzheimer-Patienten nähern soll oder nicht. Seine beruhigende Wirkung hat sich bewährt. Demenzpatienten, die häufig wild um sich schlagen, treffen bei dieser Therapie auf einen Vierbeiner, der ihnen mit Sanftmut und Geduld begegnet. Valentin z.B. brach das zweiwöchige Schweigen eines Alzheimer-Patienten. Mascha und Hexe, zwei Mischlings-Hunde, bringen Abwechslung und Leben in den Alltag der Demenz-Patienten eines Wohnheims. Birte Eilers, Pflegewissenschaftlerin und Krankenschwester, rief das Projekt „Tiere öffnen Welten“ ins Leben. Einmal wöchentlich erwarten die Senioren die Vierbeiner voller Vorfreude, die schwanzwedelnd, aber behutsam auf die Heimbewohner zugehen. Menschen, die sich beispielsweise ihre Schuhe nicht mehr zubinden können, bücken sich in diesem Moment, um die Hunde zu streicheln. Weitere Informationen
Quellen
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Unsere AnschriftAlzheimer Forschung Initiative e.V. Initiative für die ForschungSeit 1996 konnte die Alzheimer Forschung Initiative dank zahlreicher privater Spender insgesamt 89 Forschungsprojekte mit 4,75 Millionen € unterstützen. Jährlich werden in einem zweistufigen Bewertungsverfahren die aktuellen Forschungsanträge begutachtet. Jedes Jahr werden bei der AFI mehr ausgezeichnete und förderungswürdige Anträge eingereicht, als der Verein finanziell unterstützen kann. |

