Standard-Projekte und Pilot-Projekte

Jedes Jahr vergibt die AFI finanzielle Mittel für die Durchführung von Forschungsvorhaben. Gefördert werden Vorhaben, die erheblich zur Verbesserung des gegenwärtigen Wissens über die Alzheimer-Krankheit beitragen können. Bewerberinnen und Bewerber um AFI-Fördermittel müssen an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung angestellt sein.

Anträge für Standard-Projekte werden bis zu einem Maximum von 80.000€ für zwei Jahre bei maximal 40.000€ pro Jahr angenommen. Anträge für Pilot-Projekte werden bis zu einem Maximum von 40.000€ für zwei Jahre bei maximal 20.000€ pro Jahr angenommen. Nur junge Forscher mit einer abgeschlossenen Doktorarbeit und maximal sechs Jahren Erfahrung als Post-Doc sind für die Pilot-Kategorie berechtigt. Für beide Förderungen erfolgt die Antragstellung über das Alzheimer Research Management System. Anträge können bis zum 7. März 2016 abgegeben werden.

Zudem können grenzübergreifende Projekte bei der AFI oder ihren Partnerorganisationen in Frankreich (LECMA) und den Niederlanden (ISAO) beantragt werden. Forscher beider Länder können zusammen einen Antrag einreichen. Gemeinsam können bis zu 80.000€ (AFI) für zwei Jahre bei maximal 40.000€ (AFI) pro Jahr beantragt werden. Bei LECMA und ISAO können bis zu 50.000€ pro Jahr für ein grenzüberschreitendes Projekt beantragt werden.

Formulare und Richtlinien 2016

Die AFI arbeitet mit einem Online-Antragssystem. Bewerbungen für Standard- und Pilot-Projekte können dort bis zum 7. März 2016 eingereicht werden.



Antragstellung über Alzheimer Research Management System:
www.alzheimer-research.eu

AFI-Richtlinien für 2016 ansehen / View 2016 AFI grant application guidelines

Begutachtung der Anträge

Die AFI bewertet Standard- und Pilot-Anträge nach dem Peer-Review-Verfahren. Alle eingegangenen Anträge werden von Mitgliedern des europäischen Wissenschaftlichen Beirates und unabhängigen externen Gutachtern geprüft und im Herbst beim jährlichen Treffen des Wissenschaftlichen Beirates vorgestellt, diskutiert und bewertet.

Der Europäische Beirat setzt sich aus den Mitgliedern der Beiräte der AFI sowie der Schwesterorganisationen aus Frankreich (LECMA) und den Niederlanden (ISAO) zusammen. Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates sind angewiesen, die in den Anträgen und Beratungen erlangten Informationen streng vertraulich zu behandeln.

Auf Basis der Bewertung wird dem Vorstand der AFI im Oktober eine Rangliste mit förderungswürdigen Projekten vorgeschlagen. Der Vorstand gibt dann die besten Projekte zur Förderung frei. Die Bewerber werden Anfang November über die Möglichkeit einer Förderung durch die AFI benachrichtigt.

Bewertungskriterien

Wissenschaftlicher Wert

Hat der Forscher eine klare Hypothese und spezifische Ziele? Sind die Hypothese und die spezifischen Ziele aus der Sicht des gegenwärtigen Wissensstandes angemessen? Ist das experimentelle Konzept geeignet, dem Forscher bei der Erreichung der spezifischen Ziele zu helfen und seine Hypothesen zu überprüfen? Sind die Methoden klar erklärt und angemessen?

Hat der Forscher in ausreichendem Maße die Aspekte bedacht, die die Rechte der Patienten betreffen bzw. die angemessene Behandlung von Versuchstieren? Kann die vorgeschlagene Forschungsarbeit während der Laufzeit der finanziellen Förderung abgeschlossen werden?

Relevanz

Kann die vorgeschlagene Forschungsarbeit erheblich zur Verbesserung des gegenwärtigen Wissens im Hinblick auf Ursachen, Diagnose oder Behandlung der Alzheimer-Krankheit beitragen?

Angemessenheit der Geldmittel

Ist der beantragte Gesamtbetrag für die Forschungsaufwendungen in einer angemessenen Größenordnung (weder zu hoch noch zu niedrig) angesetzt? Sind die beantragten Geldmittel für die einzelnen Budgetkategorien angemessen? Hat der Forscher seine Budgetanträge klar begründet?

Fachwissen und Erfahrung des Forschers

Verfügen der leitende Wissenschaftler und seine Mitarbeiter über die angemessene Sachkenntnis und Erfahrung, um die vorgeschlagene Forschungsarbeit durchzuführen? Hat der Wissenschaftler die entsprechenden Personen als wichtige Mitarbeiter, Personal oder Berater eindeutig bezeichnet? Hat der Wissenschaftler von den Mitarbeitern und Beratern deren Bereitschaft, an der Arbeit teilzunehmen, dokumentiert?