Standard-Projekte und Pilot-Projekte

Jedes Jahr vergibt die AFI finanzielle Mittel für die Durchführung von Forschungsvorhaben. Gefördert werden Vorhaben, die erheblich zur Verbesserung des gegenwärtigen Wissens über die Alzheimer-Krankheit beitragen können. Bewerberinnen und Bewerber um AFI-Fördermittel müssen an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung angestellt sein.

Anträge für Standard-Projekte werden bis zu einem Maximum von 80.000€ für zwei Jahre bei maximal 40.000€ pro Jahr angenommen. Anträge für Pilot-Projekte werden bis zu einem Maximum von 40.000€ für zwei Jahre bei maximal 20.000€ pro Jahr angenommen. Nur junge Forscher mit einer abgeschlossenen Doktorarbeit und maximal sechs Jahren Erfahrung als Post-Doc sind für die Pilot-Kategorie berechtigt. Für beide Förderungen gelten die gleichen standardisierten Antragsformulare, die zum jährlichen Stichtag in englischer Sprache bei der AFI eingehen müssen.

Zudem können grenzübergreifende Projekte bei der AFI oder ihren Partnerorganisationen in Frankreich (LECMA) und den Niederlanden (ISAO) beantragt werden. Forscher beider Länder können zusammen einen Antrag einreichen. Gemeinsam können bis zu 80.000 € (AFI) und 100.000€ (ISAO/LECMA) für zwei Jahre bei maximal 40.000 € (AFI) oder 50.000€ (ISAO/LECMA) pro Jahr beantragt werden. Dazu ist ein vollständiger Antrag einzureichen sowie ein Supplement für die jeweilige Partnerorganisation.

Formulare und Richtlinien 2015

Die Antragsformulare sowie die Erläuterungen zu dem Bewerbungsverfahren zur Förderung von Forschungsvorhaben sind in englischer Sprache. Die Bewerbungen müssen in englischer Sprache eingereicht werden.

2015 wird die AFI erstmals mit einem Online-Antragssystem arbeiten. Bewerbungen für Standard- und Pilot-Projekte können dort ab dem 23.1.2015 eingereicht werden. Die alten Formulare sind nicht mehr gültig.



Aktuelle AFI-Richtlinien für 2015 ansehen / View 2015 AFI grant application guidelines


Alzheimer Research Management System:

www.alzheimer-research.eu

Begutachtung der Anträge

Die AFI nutzt für Standard- und Pilot-Anträge ein zweistufiges Bewertungssystem. Alle eingegangenen Anträge werden von Mitgliedern des europäischen Wissenschaftlichen Beirates und unabhängigen externen Gutachtern geprüft und im Herbst beim jährlichen Treffen des Wissenschaftlichen Beirates vorgestellt, diskutiert und bewertet.

Der Europäische Beirat setzt sich aus den Mitgliedern der Beiräte der AFI sowie der Schwesterorganisationen aus Frankreich (LECMA) und den Niederlanden (ISAO) zusammen. Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates sind angewiesen, die in den Anträgen und Beratungen erlangten Informationen streng vertraulich zu behandeln.

Auf Basis der Bewertung wird dem Vorstand der AFI im Oktober eine Rangliste mit förderungswürdigen Projekten vorgeschlagen. Der Vorstand gibt dann die besten Projekte zur Förderung frei. Bewerber, deren Anträge in der zweiten Runde bewertet wurden, werden Anfang November über die Möglichkeit einer Förderung durch die AFI benachrichtigt.

Bewertungskriterien

Wissenschaftlicher Wert

Hat der Forscher eine klare Hypothese und spezifische Ziele? Sind die Hypothese und die spezifischen Ziele aus der Sicht des gegenwärtigen Wissensstandes angemessen? Ist das experimentelle Konzept geeignet, dem Forscher bei der Erreichung der spezifischen Ziele zu helfen und seine Hypothesen zu überprüfen? Sind die Methoden klar erklärt und angemessen?

Hat der Forscher in ausreichendem Maße die Aspekte bedacht, die die Rechte der Patienten betreffen bzw. die angemessene Behandlung von Versuchstieren? Kann die vorgeschlagene Forschungsarbeit während der Laufzeit der finanziellen Förderung abgeschlossen werden?

Relevanz

Kann die vorgeschlagene Forschungsarbeit erheblich zur Verbesserung des gegenwärtigen Wissens im Hinblick auf Ursachen, Diagnose oder Behandlung der Alzheimer-Krankheit beitragen?

Angemessenheit der Geldmittel

Ist der beantragte Gesamtbetrag für die Forschungsaufwendungen in einer angemessenen Größenordnung (weder zu hoch noch zu niedrig) angesetzt? Sind die beantragten Geldmittel für die einzelnen Budgetkategorien angemessen? Hat der Forscher seine Budgetanträge klar begründet?

Fachwissen und Erfahrung des Forschers

Verfügen der leitende Wissenschaftler und seine Mitarbeiter über die angemessene Sachkenntnis und Erfahrung, um die vorgeschlagene Forschungsarbeit durchzuführen? Hat der Wissenschaftler die entsprechenden Personen als wichtige Mitarbeiter, Personal oder Berater eindeutig bezeichnet? Hat der Wissenschaftler von den Mitarbeitern und Beratern deren Bereitschaft, an der Arbeit teilzunehmen, dokumentiert?