Fördermittel| Forscher: | Dr. Florian Metzger | | Einrichtung: | Universität Würzburg, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie,, Psychosomatik und Psychotherapie, Labor für Psychophysiologie und funktionelle Bildgebung | | Pilotprojekt: | Somatosensorisch Vagus-evozierte Potenziale bei leichter kognitiver Beeinträchtigung | | Laufzeit: | 1. November 2008 - 31. Oktober 2010 | | Fördersumme: | € 35.154 |
Projektbeschreibung
Angesichts der zunehmenden Lebensdauer unserer Bevölkerung gewinnt die Alzheimer-Demenz (AD) immer mehr an sozioökonomischer Bedeutung. Zudem ist sie noch immer nicht heilbar. Durch die wissenschaftliche Forschung der letzten 30 Jahre wurden verschiedene Faktoren ermittelt, die zu ihrer Entstehung beitragen und spezifische therapeutische Möglichkeiten eröffnen.
Ganz gleich, welcher der Faktoren als entscheidend angesehen wird: fest steht inzwischen, dass AD sich schrittweise entwickelt und schon viele Jahre vor der klinischen Manifestation ihren Anfang nimmt. Die Behandlung sollte in einem frühen Stadium beginnen, in dem erst wenige Nervenzellen irreversibel geschädigt sind. Die heutigen Möglichkeiten zur Diagnose von AD sind teuer, bedeuten häufig einen körperlichen Eingriff und eignen sich nur zur Erkennung später Stadien. Oft sind sie nur mit einem hohen technischen Aufwand durchführbar. Die Gruppe, der Dr. Florian Metzger, Universität Würzburg, angehört, hat eine Methode entwickelt, mit Hilfe von elektrischer Stimulation und Hirnstrommessungen die Kerne des X. Hirnnervs (Vagus) zu untersuchen, die nachweislich im Frühstadium der AD betroffen sind. Die Methode ist leicht anwendbar, kostengünstig, ungefährlich, bedarf keinerlei körperlicher Eingriffe, kann beliebig oft wiederholt werden und geht nicht von bestimmten Fähigkeiten des Patienten aus.
Das Ziel der Studie ist es, eine Methode aufzubauen, die für eine frühzeitige Erkennung und für eine weitere Beurteilung der AD im vorklinischen Stadium geeignet ist. Im Weiteren sollen damit Alzheimer-Risikopatienten ermittelt und die Frühstadien der AD von anderen Erkrankungen unterschieden werden können.
nach oben Zwischenbericht
Ähnlich wie akustisch evozierte Potenziale zur Erkennung von Erkrankungen der Nervenleitung vom Ohr zum Gehirn eingesetzt werden, ist es auch möglich, mittels evozierter Potentiale die Informationsweiterleitung des X. Hirnnerven, des N. vagus, bis zu seinen Kerngebieten im Hirnstamm zu verfolgen. Da in pathologischen Untersuchungen bereits vor den ersten Symptomen einer Alzheimer-Demenz Veränderungen im Hirnstamm gefunden wurden, ist es nahe liegend mit dieser Methode, Patienten mit einer schon diagnostizierten Alzheimer-Erkrankung, Gesunde und Patienten, die noch nicht dement sind, aber trotzdem Einschränkungen ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit haben, zu untersuchen.
In früheren Untersuchungen konnte bereits eine verzögerte Reizantwort im evozierten Potential bei Alzheimer-Patienten gezeigt werden. In den ersten Ergebnissen lassen sich Hinweise ablesen, dass Patienten mit einer leichten kognitiven Einschränkung eine Mittelposition zwischen den an einer Alzheimer-Demenz Erkrankten und den Gesunden einnehmen.
Es lassen sich auch Beziehungen zwischen pathologischen Gedächtnis- und Konzentrationstests und Verzögerungen in den Vagus-evozierten Potenzialen nachweisen. Nach einem Jahr sind Folgeuntersuchungen geplant, um den Verlauf der Erkrankung und der evozierten Potentiale nach zu verfolgen.
nach oben Forscherbiografie
| 1998-2004: |
Medizinstudium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg |
Seit 2005:
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Wissenschaftlicher Assistent an der Psychiatrischen Klinik des Universitätsklinikums Würzburg.
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Mitarbeit im Labor für Psychophysiologie und funktionelle Bildgebung der Psychiatrischen Klinik des Universitätsklinikums Würzburg |
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