Gleichstromstimulation hilft bei der Wortfindung

  |   Forschung

Die Alzheimer-Krankheit verhindern ist das Ziel von Prof. Dr. Agnes Flöel von der Charité Universitätsmedizin Berlin. Die erste Preisträgerin des Kurt Kaufmann-Preises der AFI setzt in ihrer Forschung auf die Gleichstromstimulation. Im Rahmen ihres von der AFI geförderten Projekts versucht Agnes Flöel, die Gedächtnisleistung von gesunden Probanden mithilfe der Gleichstromstimulation zu verbessern. Darüber hinaus erforscht die Berlinerin die Auswirkung dieser Behandlungsmethode bei Menschen mit einer leichten kognitiven Einschränkung. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden jetzt in der Fachzeitschrift Alzheimers & Dementia veröffentlicht.

Arzt und Testperson bei einer TMS Stimulation
Nichtinvasive Hirnstimulationsverfahren der anodalen Gleichstromstimulation (aGS) im Magnetresonanztomographen (MRT)

Spannende Ergebnisse

Eine wiederholte Stimulation des Gehirns könnte das Voranschreiten dementieller Erkrankungen verzögern: „Gesunde und bereits erkrankte Menschen reagieren gleichermaßen auf die Gleichstrombehandlung. Das deutet auf ein großes Potential hin, auch bei Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen Lernen und Gedächtnisbildung zu verbessern“, betont Agnes Flöel. Möglicherweise lässt sich die Leistung des Gehirns durch wiederholte Anwendung und in Kombination mit kognitivem Training dauerhaft wieder steigern. Genau dies prüfen die Forscher in aktuell laufenden Studien. Ziel ist es, eine langfristige Verbesserung in alltagsrelevanten Funktionen, wie beispielsweise der Orientierung in einer neuen Stadt, zu erreichen. Künftig sollen zudem heimbasierte Trainings- und Stimulationsverfahren zur Anwendung kommen.

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