3 Tipps für das Weihnachtsfest mit Alzheimer-Patientinnen und -Patienten

  |   Alzheimer

Für Familien mit einem an Alzheimer erkrankten Angehörigen sind die Weihnachstage häufig eine besondere Herausforderung. Auf der einen Seite soll das Weihnachtsfest so sein, wie es vor der Erkrankung war. Auf der anderen Seite muss auf die Erkrankung des Angehörigen Rücksicht genommen werden. Wir geben Anregungen für die Feiertage mit der Familie.

Mit der feierlichen Atmosphäre und den stimmungsvollen Ritualen bieten die Weihnachtstage viele Gelegenheiten, Menschen mit Alzheimer einzubeziehen und schöne gemeinsame Stunden zu verbringen. Während aktuelle Bezüge und Erfahrungen bei Alzheimer-Patienten und Patientinnen immer mehr verloren gehen, bleiben sie auf der Gefühlsebene ansprechbar. Auch alte Erinnerungen sind oft noch lebendig. An den Feiertagen können sich viele Möglichkeiten eröffnen, bei Betroffenen angenehme Gefühle und schöne Erinnerungen wachzurufen.

1. Halten Sie an bekannten Ritualen fest

Altbekannte Rituale und sinnliche Eindrücke können schöne Erinnerungen bei dem Patienten oder der Patientin wecken. Gemeinsam Weihnachtslieder singen, der Duft von Weihnachtsplätzchen, das traditionelle Festtagsessen oder der Gottesdienstbesuch schenken ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Wenn möglich, kann der oder die Angehörige auch in die Vorbereitungen einbezogen werden, zum Beispiel beim Plätzchen backen, Tisch decken oder Tannenbaum schmücken.

2. In der Ruhe liegt die Kraft

Die Feiertage sollten ruhig und ohne überladenes Programm gestaltet und nach Möglichkeit in einem kleinen, vertrauten Kreis begangen werden. Zu viel Hektik und unbekannte Gesichter überfordern Alzheimer-Patienten und -Patientinnen. Die Erkrankung führt dazu, dass akustische und visuelle Reize nicht mehr ausreichend gefiltert werden können.

3. Schenken Sie Erinnerungen

Menschen mit Alzheimer freuen sich besonders über Geschenke, die ihre Sinne, Gefühle oder alte Erinnerungen ansprechen, wie zum Beispiel das frühere Lieblingsparfüm, CDs mit alten Schlagern oder Volksliedern, eine kuschlige Decke, ein Massageball oder ein einfaches Steckspiel. Auch ein Fotoalbum, ein gerahmtes Familienfoto oder ein Bildband von der Heimat können ein passendes Geschenk sein.

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Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudi begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

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