Alzheimer: Diese 6 Tipps machen das Zuhause sicherer

Seniorin sitzt in einem Sessel und ließt ein Buch.

Die Diagnose Alzheimer bringt viele Herausforderungen mit sich. Eine der größten ist es, für die Sicherheit der Erkrankten zu sorgen. Auch in der häuslichen Umgebung bestehen Gefahren. Deshalb stellen wir Ihnen sechs verschiedene Maßnahmen vor, mit denen Sie das Zuhause für Menschen mit Alzheimer sicherer gestalten können.

1. Treppen

Um Stolpern zu vermeiden, markieren Sie die Treppenstufen mit breitem gelbem Klebeband und montieren Sie einen zusätzlichen Handlauf. Ein Treppenlift und Gitter am Treppenanfang und -ende erhöhen die Sicherheit.
Entfernen Sie Stolperfallen wie hohe Teppiche oder Elektrokabel auf dem Boden.

2. Badezimmer

Bringen Sie Gummimatten oder rutschfeste Streifen an Dusch- und Wannenboden an, um die Rutschgefahr zu verringern. Stellen Sie einen Stuhl oder Hocker in die Dusche. Montieren Sie Haltegriffe an der Badewanne, rund um die Toilette und das Waschbecken. Um den Toilettengang zu erleichtern, können Sie einen erhöhten Toilettensitz anbringen. Markieren Sie die Wasserhähne, um Verbrühungen zu vermeiden: Rot für heiß, Blau für kalt. Stellen Sie die Heißwasser-Temperatur auf unter 45 Grad ein.

3. Küche

Um Verbrennungen zu vermeiden, entfernen Sie die Knöpfe am Herd. Installieren Sie einen Feuerlöscher und Brandmelder. Drehen Sie Topf- und Pfannengriffe während der Nutzung immer zur Rückseite des Herdes. Messer, Scheren und andere scharfe Utensilien sollten Sie wegschließen.

4. Fenster und Türen

Um zu verhindern, dass eine Person mit fortgeschrittener Demenzerkrankung das Haus unangekündigt verlässt und sich dabei verläuft, können Sie kindersichere Türgriffe installieren. Bringen Sie ganz oben an der Tür Schlösser an, die der Patient oder die Patientin nicht erreichen kann. Legen Sie Alarmmatten vor die Türen, installieren Sie tragbare Alarmsysteme oder hängen Sie Glocken oder klingende Mobiles an die Haustür. Verbergen Sie die Tür, indem Sie sie in der Wandfarbe streichen und ein Landschaftsbild daran aufhängen. So bekommen Sie mit, wenn Menschen mit Alzheimer das Haus verlassen möchten und können diese Person bei Bedarf begleiten. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass sich der Patient oder die Patientin nicht eingesperrt fühlt.

5. Orientierung

Da Alzheimer-Erkrankte sich neue Aufbewahrungsorte nur noch schwer merken können, sollten Sie vertraute Gegenstände an einem festen Platz liegen lassen. Für den nächtlichen Gang zur Toilette ist es wichtig, dass die Lichtschalter leicht zu finden sind. An Alzheimer erkrankte Menschen haben häufig einen beeinträchtigten Orientierungssinn. Entlaufene Personen sind mit einem in die Kleidung eingenähtem Schild, das Namen, Adresse und Telefonnummer enthält, leicht zu identifizieren. Halten Sie ein aktuelles Foto von der erkrankten Person bereit, damit die Suche zeitnah beginnen kann. Auch medizinische Dokumente sollten Sie parat haben.

6. Feuer

Der Schutz vor Verbrennungen, Feuer und Elektrizität ist im gesamten Wohnbereich wichtig. Bringen Sie in jedem Stockwerk Brandmelder an. Ein Feuerlöscher sollte schnell greifbar sein. Schließen Sie Feuerzeuge und Streichhölzer sicher weg und verzichten Sie auf transportable Heizöfen. Versehen Sie Steckdosen mit Kindersicherungen.

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Unsere Broschüre „Leben mit der Diagnose Alzheimer“ bietet einen kompakten Überblick darüber, wie das Leben mit der Diagnose Alzheimer gestaltet werden kann. Darin finden Sie noch einige weitere Tipps dazu, wie Sie Ihr zu Hause für Alzheimer-Erkrankte sicherer machen können. Die Broschüre „Leben mit der Diagnose Alzheimer“ können Sie hier kostenfrei bestellen.

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Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudi begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

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