„Wir wollten selbst aktiv werden“

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2017 gründeten die Eheleute Helga und Dieter Steinle aus dem schwäbischen Gäufelden die treuhänderische Helga und Dieter Steinle-Stiftung unter dem Dach der Stiftung Alzheimer Initiative. Nach dem Tod von Helga Steinle im Februar 2018 hat Dieter Steinle den mit 20.000 Euro dotierten Helga und Dieter Steinle-Preis ins Leben gerufen. Der Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Alzheimer-Forschung vergeben.

Im Interview spricht Dieter Steinle über die Alzheimer-Diagnose seiner Frau.

Foto des Ehepaars Helga und Dieter Steinle

Welche Veränderungen sind Ihnen als erstes bei Ihrer Frau aufgefallen? Und wie hat Ihre Frau diese Veränderungen selbst wahrgenommen?

Meine Frau hatte zuerst Orientierungs- und Wortfindungsschwierigkeiten. Sie hat das selbst deutlich wahrgenommen. Als sie die Diagnose bekam, sagte sie: „Ich schäme mich, ich kann doch nichts dafür.“ Es war sehr schwer für sie, Hilfe anzunehmen. Sie war so erzogen, dass man sich immer an die Form hält und nicht schwach sein darf. Das war schon durch die Erziehung in der Nachkriegszeit tief eingebrannt.

Wie wurde die Diagnose Alzheimer bei Ihrer Frau gestellt?

Sie kam 2013 mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus. Die Magnetresonanztomographie (MRT) hatte den Verdacht aber nicht bestätigt. Anfang 2015 wurde eine weitere MRT gemacht. Auf den neuen Bildern sah man deutlich, dass das Gehirn geschrumpft war und die Diagnose war klar.

Warum haben Sie sich entschieden, die treuhänderische Helga und Dieter Steinle-Stiftung unter dem Dach der Stiftung Alzheimer Initiative (SAI) zu gründen?

Wir wussten, dass die gesetzgeberischen Voraussetzungen von Stiftungen abschreckend komplex sind. Deshalb war es für uns genau das Richtige, eine treuhänderische Stiftung zu gründen, der wir unseren Namen geben konnten. Dann müssen wir uns nicht selber um die rechtlichen und organisatorischen Dinge kümmern, weil das ja die SAI übernimmt.

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Lesen Sie das bewegende Interview!

Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudie begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

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