Geschlechtsspezifische Einflüsse auf den Stoffwechsel bei Alzheimer

Projektdetails:

Thematik: Klinische Forschung
Förderstatus: abgeschlossen
Art der Förderung: Standard Projekt
Institution: Universität Leipzig, Institut für Medizinische Physik und Biophysik / Leiden University, Leiden Institute of Chemistry
Projektleiter: Dr. A. Alia
Laufzeit: 01. November 2013 - 31. Oktober 2015
Fördersumme: 76.500,00 Euro
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Projektbeschreibung

Dr. A. Alia von der Universität Leipzig (auch verbunden mit der Universität Leiden, Niederlande) untersucht geschlechtsspezifische Einflüsse auf die Alzheimer-Krankheit. Die Forscherin hat es vor allem auf Stoffwechselprozesse abgesehen, die mit neuester Technik räumlich sichtbar gemacht werden sollen.

Hintergrund
Von der Alzheimer-Krankheit sind Frauen häufiger  betroffen als Männer. Die Ursache dafür ist neben der höheren Lebenserwartung allerdings noch unklar. Besonders auffällig ist das Auftreten von Wahrnehmungsproblemen bei demenzerkrankten Frauen. In der Forschung wird vermutet, dass geschlechtsspezifische Hormone hierbei eine Rolle spielen könnten. Ein genauer Mechanismus ist jedoch nicht bekannt. Bislang liegt keine Studie vor, die den geschlechtsspezifischen Einfluss der durch Alzheimer verursachten Veränderungen auf den Stoffwechsel im lebendigen Organismus untersucht hat.

Forschungsansatz
Dr. Alia von der Universität Leipzig (auch verbunden mit der Universität Leiden) untersuchte in einer Vor-Studie Alzheimer-Mäuse mit Hilfe der Magnetresonanz-Spektroskopie (MRS). Dabei zeigte sich, dass der Stoffwechsel durch die Alzheimer-Erkrankung offensichtlich geschlechtsspezifisch beeinflusst wird. Aufgrund der technischen Beschränkungen der MRS-Methode konnte die Forscherin aber bislang nur wenige so genannte Metabolite (Zwischenprodukt beim Stoffwechsel) beobachten. Deshalb wird in diesem Forschungsprojekt eine von Dr. Alia und ihren Kollegen weiterentwickelte Magnetresonanz-Technik zum Einsatz kommen. Ultrahohe Magnetfelder sowie die Mikro-Magnetresonanz-Tomographie (μ-MRT-) sollen Dr. Alia und ihrem Team eine räumliche Darstellung der Metabolite ermöglichen. So können die Forscher unter anderem untersuchen, ob die räumlichen und zeitlichen Veränderungen bei Auftreten der Metabolite geschlechtsspezifisch sind.

Forschungsziel

Dr. Alia möchte geschlechtsspezifische Unterschiede im Gehirn von Alzheimer-Mäusen mit neuester Technik räumlich lokalisieren und anschließend untersuchen. Dabei soll der räumliche und zeitliche Zusammenhang zwischen geschlechtsspezifischen Metabolit-Unterschieden und dem Auftreten von alzheimertypischen Beta-Amyloid-Plaques herausgearbeitet werden. Zudem möchte Dr. Alia die geschlechtsspezifischen Unterschiede auf molekularem Niveau untersuchen.

Verwendung der Fördermittel

Die Fördermittel der AFI finanzieren diverse Labormaterialien wie Antikörper mit 28.000 Euro. Die Personalkosten für eine studentische Hilfskraft schlagen mit 12.000 Euro zu Buche.

Foto Dr. Alia: Wolf R. Ussler


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