FDG-PET bei Patienten mit subjektiven Gedächtnisstörungen

Projektdetails:

Thematik: Diagnostik
Förderstatus: abgeschlossen
Art der Förderung: Standard Projekt
Institution: Universitätsklinikum Bonn, Abteilung für Psychiatrie
Projektleiter: Dr. Frank Jessen
Laufzeit: 01. November 2003 - 01. Oktober 2005
Fördersumme: 59.000,00 Euro
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Projektbeschreibung

Durch intensive Forschung konnten in den letzten Jahren zahlreiche Aspekte der Entstehung der Alzheimer-Demenz (AD) aufgedeckt werden. Daraus ergeben sich verschiedene Ansätze zur Entwicklung von Medikamenten, die die Krankheit möglicherweise stoppen könnten. Sollten diese Medikamente verfügbar sein, käme der Früherkennung der Erkrankung eine zentrale Rolle zu.

Heute wird die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB), definiert als Gedächtnisstörung ohne Beeinträchtigung der Alltagsfunktionen, als ein Prä-Demenz-Syndrom angesehen. Der LKB liegt jedoch bereits ein Stadium der Gehirnschädigung zugrunde, dass nicht mehr kompensiert werden kann. Daher wäre eine Erkennung der Krankheit bereits vor Einsetzen der LKB im Stadium der vollständigen Kompensation wünschenswert. Vor der LKB durchlaufen potentiell alle Patienten eine Übergangsphase mit dem subjektiven Gefühl der Gedächtnisverschlechterung ohne aber bereits messbare Defizite auszuweisen. Dieses Stadium kann als subjektive Gedächtnisstörung (SGS) bezeichnet werden. Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit SGS ein erhöhtes Demenzrisiko besteht. Die biologischen Grundlagen der SGS sind jedoch bisher nicht bekannt.

Mit Hilfe der Positronenemissionstomographie mit [18F] Fluorodesoxyglukose (FDG-PET) wird der  Zuckerstoffwechsel im Gehirn gemessen. In zahlreichen Studien bei Alzheimer Patienten und Patienten mit LKB konnte ein bilateraler temporo-parietaler Hypometabolismus beobachtet  werden. Unklar ist jedoch, ob dieses Muster bereits im Stadium der SGS nachzuweisen ist. Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt von Dr. Frank Jessen, Universität Bonn. In dem Fall, dass bereits bei SGS ein zerebraler Hypometabolismus nach­gewiesen werden könnte, würde das die SGS als Prä-Demenzsyndrom weiter in das Interesse der Früherkennungsforschung rücken und die biologischen Grundlagen dieser Störung würden weiter erforscht. Möglicherweise könnten diagnostische Strategien erarbeitet werden, die die Diagnose einer beginnenden AD bereits vor dem Auftreten objektivierbarer Gedächtnisstörungen ermöglichen würde.

Abschlussbericht

Dementia is preceded by a slow decline of memory performance. Over the last years, mild cognitive impairment (MCI), defined as the decline of memory performance below age-adjusted standards without impairment of daily living has been identified as a pre-dementia syndrome. The aim of the present project was to test, whether elderly with the subjective memory impairment (SMI), but with still normal test results, would also show signs over very early Alzheimer's Disease, as measured with sensitive biological markers.

The main technique of the present project is FDG-PET, which measure the cerebral metabolism, by visualizing the distribution of glucose in the brain at rest. This technique is very sensitive to early Alzheimer's Disease related changes. In addition, different magnetic resonance techniques are also employed to visualize different aspects of the brain.

We found patterns of hypometabolism and reduction of grey matter in the brain, which resemble those of early Alzheimer's Disease. Also, subjects with SMI should impaired cognitive performance in highly demanding tests. Thus, we were able to confirm our hypotheses and identify indicators for AD in memory complainers. The analysis of cognitive decline will define the value of SMI as a predictor for dementia.

Wissenschaftliche Publikationen auf Basis des geförderten Projekts

Schaper, K., Kolsch, H., Popp, J., Wagner, M., and Jessen, F. (2008). Kibra gene variants are associated with episodic memory in healthy elderly. Neurobiology of Aging, 29(7):1123-1125. 


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