Zerebrale Korrelate des autobiografischen Gedächtnisses bei leichter kognitiver Beeinträchtigung und Alzheimer Demenz

Projektdetails:

Thematik: Diagnostik
Förderstatus: abgeschlossen
Art der Förderung: Pilot Projekt
Institution: Universitätsklinikum Heidelberg, Sektion Gerontopsychiatrie
Projektleiter: Dr. Philipp Thomann
Laufzeit: 01. November 2009 - 31. Oktober 2011
Fördersumme: 38.550,00 Euro
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Projektbeschreibung

Es ist allgemein anerkannt, dass die Mehrzahl der Betroffenen, bevor sie eine manifeste Alzheimer-Demenz (AD) entwickeln, ein prädemenzielles Vorstadium, die sogenannte leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB), durchläuft. Insbesondere in diesem frühen Krankheitsstadium, in dem therapeutische Interventionen besonders viel versprechend sind, zählt der Verlust autobiografischer Erinnerungen zu den die Betroffenen besonders belastenden Symptomen. Das autobiografische Gedächtnis (AG) umfasst lebendiges Wissen über die eigene Lebensgeschichte und ist ein wesentliches Element der persönlichen Identität.

In dem Forschungsprojekt von Dr. Philipp Thomann, Universität Heidelberg, wird der Zusammenhang zwischen Beeinträchtigungen des AG und Veränderungen der Hirnstrukturen bei Patienten mit LKB und AD untersucht. Hierfür werden 30 gesunde Probanden als Referenzgruppe, je 30 Patienten mit LKB und milder AD sowie 15 Patienten mit mittelgradiger AD neuropsychologisch sowie hirnstrukturell (3Tesla-MRT) untersucht. Die Stabilität der Befunde bzw. deren möglicher Wert eine Vorhersage zu treffen soll in der (Hochrisiko)Gruppe der LKB Patienten nach 12 Monaten überprüft werden. Das Pilotprojekt wird mit 38.550 € gefördert.

Da das Autobiographische Gedächtnis schon früh im Laufe der AD differenziert beeinträchtigt ist, kann ein besseres Verständnis seiner hirnmorphologischen Korrelate die frühzeitige Diagnose erleichtern. Zudem kann diese Studie einen substanziellen Beitrag zum besseren Verständnis der Funktion bzw. topografischen Organisation des autobiographischen Gedächtnisses leisten und ist somit wesentlich für die Entwicklung vorbeugender und unterstützender Trainingsprogramme.

Abschlußbericht

Die Alzheimer Demenz (AD) ist die häufigste Demenzform des höheren Lebensalters. Es ist allgemein anerkannt, dass die Mehrzahl der Betroffenen, bevor sie eine manifeste AD entwickeln, ein prädemenzielles Vorstadium, die sogenannte leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB), durchläuft.

Insbesondere in diesem frühen Krankheitsstadium, in dem therapeutische Interventionen besonders vielversprechend sind, zählt der Verlust autobiografischer Erinnerungen zu den die Betroffenen besonders belastenden Symptomen. Das autobiografische Gedächtnis (AG) umfasst lebendiges Wissen über die eigene Lebensgeschichte und ist eine wesentliche Konstituente der persönlichen Identität.

In unserem Forschungsprojekt untersuchen wir den Zusammenhang zwischen Beeinträchtigungen des AG und hirnmorphologischen Veränderungen bei Patienten mit LKB und AD. Hierfür werden die Studienteilnehmer neuropsychologisch sowie hirnstrukturell (3Tesla-MRT) untersucht. Bei der Analyse der MRT-Daten werden verschiedene sich ergänzende, moderne Methoden des strukturellen Neuroimaging eingesetzt.

Erste Ergebnisse bestätigen die Hypothese, dass insbesondere das episodische AG bereits im frühen, „präklinischen“ Stadium der AD betroffen ist. Gegenwärtig (2015) werden die MRT-Datensätze multiparametrisch auf Zusammenhänge zwischen struktureller Neuroanatomie und autobiografischer Gedächtnisleistung untersucht.

Wissenschaftliche Publikationen auf Basis des geförderten Projekts

Seidl, U., Traeger, T.V., Hirjak, D., Remmele, B., Wolf, C., Kaiser, E., Stieltjes, B., Essig, M., Schröder, J., Thomann, P. (2012). Subcortical morphological correlates of impaired clock drawing performance. Neuroscience Letters, 512(2012):28-32.

Thomann, P., Seidl, U., Brinkmann, J., Hirjak, D., Traeger, T., Wolf, C., Essig, M., Schröder, J. (2012).  Hippocampal Morphology and Autobiographic Memory in Mild Cognitive Impairment and Alzheimer's Disease. Current Alzheimer Research, 9:507-515.


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