Alzheimer Forschung Initiative e.V. schreibt den 5. Kurt Kaufmann-Preis zum Thema „Depression und Alzheimer-Krankheit“ aus

Das Ehepaar Kaufmann
Gertrud Maria und Kurt Kaufmann

Düsseldorf – Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) startet die Ausschreibung für den Kurt Kaufmann-Preis. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird bereits zum fünften Mal vergeben. Angesprochen sind junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zu sechs Jahre nach der Promotion. Mit dem Preis wird die Fortführung einer Forschungsarbeit prämiert, die sich mit dem Themenkomplex „Depression und Alzheimer-Krankheit: Zusammenhang, neuropathologische Mechanismen und Differentialdiagnostik“ beschäftigt. Einsendeschluss ist Montag, der 6. Dezember 2021.

Alzheimer und Depressionen stehen auf unterschiedliche Weise miteinander in Verbindung. Menschen mit einer Depression haben ein höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Eine Depression kann außerdem auch als Frühsymptom einer Alzheimer-Krankheit auftreten. Zudem ähneln sich die Krankheitsbilder von Depression und Alzheimer, weshalb die Differentialdiagnostik sehr wichtig ist. Die thematische Ausrichtung des Kurt Kaufmann-Preises dient dazu, Impulse zu geben und dieses Forschungsgebiet weiter zu fördern.

Der Wissenschaftliche Beirat der AFI prüft die eingehenden Förderungsanträge und wählt den Preisträger oder die Preisträgerin aus. Den Vorsitz hat Prof. Thomas Arendt, Leiter des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung der Universität Leipzig. Die Vergabe des Kurt Kaufmann-Preises der Alzheimer Forschung Initiative e.V. erfolgt im März 2022. Das Preisgeld kann für alle Aufwendungen genutzt werden, die im Rahmen der Fortführung der Forschungsarbeit entstehen und nicht durch andere Träger abgedeckt werden.

Der Namensgeber des Preises, Kurt Kaufmann, war an Alzheimer erkrankt. Seine Ehefrau Gertrud Maria Kaufmann hatte die AFI in ihrem Testament bedacht, um die Alzheimer-Forschung zu unterstützen und zugleich ihres Mannes zu gedenken.

Weitere Informationen zur Antragstellung

Wissenschaftlicher Beirat

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

2014: Prävention der Alzheimer-Krankheit
Preisträgerin: Prof. Agnes Flöel, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Projekt: Lebensstilfaktoren, Hirnstimulation und das Altern

2016: Pathophysiologische Mechanismen der Alzheimer-Krankheit
Preisträger: Dr. Dr. Marc Aurel Busche, TU München
Projekt: Untersuchung von gestörten Schlafwellen bei Alzheimer-Patienten

2018: Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Alzheimer-Krankheit
Preisträger: Dr. Gérard Nisal Bischof, Universitätsklinik Köln / Forschungszentrum Jülich
Projekt: Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Alzheimer-Krankheit

2020: Einfluss von Umweltfaktoren auf die Alzheimer-Krankheit
Preisträgerin: Dr. Annette Limke geb. Piechulek, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Projekt: Dement durch Feinstaub? Risiko durch Abgase bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit

Kostenfreies Fotomaterial

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 266 Forschungsaktivitäten mit über 10,2 Millionen Euro unterstützen und rund 825.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Ihre Ansprechpartnerin

Astrid Marxen
Pressesprecherin

Tel.: 0211 - 86 20 66 28
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