Fördermittel für die Alzheimer-Forschung

Da die Ursache für Alzheimer immer noch nicht geklärt ist, ist vor allem Grundlagenforschung von entscheidender Bedeutung. Wir haben das Ziel, mit unseren Projekten dazu beizutragen, dass neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten entstehen, die das Leben der Betroffenen und Angehörigen verbessern. Wir arbeiten dafür, dass Alzheimer eines Tages heilbar ist. Unterstützen Sie dieses Ziel mit Ihrer Spende.

Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1995 die Erforschung der Alzheimer-Krankheit. Es entspricht dabei dem Selbstverständnis der AFI, den Grundsätzen der Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit zu folgen.

Bisher konnten 201 Forschungsaktivitäten mit über 8,4 Mio. Euro gefördert werden. Davon vergab die AFI Mittel für 150 Forschungsprojekte, International Training Grants, Workshops, Symposien und Travel Grants für junge Wissenschaftler. Über den Zeitstrahl oder die Karte auf der Übersichtsseite gelangen Sie zu den Details der Förderung und den Beschreibungen sowie Ergebnissen der einzelnen Forschungsprojekte.

Art der Förderung:Standard Grant
Projektleiter:Prof. Dr. Andreas Keller
Institution:Universität des Saarlandes, Medizinische Fakultät, Klinische Bioinformatik
Titel des Projekts:Kleine Biomarker mit großem Potenzial für die Alzheimer-Frühdiagnostik
Forschungsbereich:Diagnostik
Laufzeit:1. November 2015 – 31. Oktober 2017
Fördersumme:€ 78.000

Was wird erforscht?

Biomarker sind messbare, natürliche Verbindungen im Körper, die auf eine Krankheit hinweisen können. Auch für neurodegenerative Erkrankungen wie die Alzheimer-Krankheit werden sie immer bedeutender. Prof. Dr. Andreas Keller und sein Forschungsteam von der Universität des Saarlandes haben bisher 12 Biomarker-Kandidaten ins Visier genommen. Mit Hilfe dieses Biomarker-Musters konnten sie bei einer kleinen Patientengruppe mittels Blutprobe erfolgreich die Alzheimer-Krankheit nachweisen. Auch in einer Überprüfung an einer weiteren Patientengruppe hatten die Ergebnisse Bestand. Jetzt wollen die Wissenschaftler den nächsten Schritt gehen.

Wie geht Andreas Keller dabei vor?

Die Biomarker von Keller bestehen aus kleinen Molekülen, sogenannten microRNAs. Zusätzlich zu den bestehenden 12 Biomarkern werden Keller und sein Team nun weitere 12 Biomarker analysieren, die ebenfalls auf die Alzheimer-Krankheit hinweisen könnten. Mit Hilfe dieser Biomarker sollen anschließend Blutproben von mindestens 500 Testpersonen untersucht und diagnostiziert werden.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Das entwickelte Biomarker-Muster soll genutzt werden, um Patienten im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit zu erkennen. Sollten weitere Tests positiv verlaufen, könnte die Methode in der Praxis Anwendung finden.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel entfallen auf Verbrauchsmaterialien (76.800 Euro) sowie Publikationskosten (1.200 Euro).

Foto: Eventfotografie Schneider

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