Fördermittel für die Alzheimer-Forschung

Da die Ursache für Alzheimer immer noch nicht geklärt ist, ist vor allem Grundlagenforschung von entscheidender Bedeutung. Wir haben das Ziel, mit unseren Projekten dazu beizutragen, dass neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten entstehen, die das Leben der Betroffenen und Angehörigen verbessern. Wir arbeiten dafür, dass Alzheimer eines Tages heilbar ist. Unterstützen Sie dieses Ziel mit Ihrer Spende.

Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1995 die Erforschung der Alzheimer-Krankheit. Es entspricht dabei dem Selbstverständnis der AFI, den Grundsätzen der Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit zu folgen.

Bisher konnten 201 Forschungsaktivitäten mit über 8,4 Mio. Euro gefördert werden. Davon vergab die AFI Mittel für 150 Forschungsprojekte, International Training Grants, Workshops, Symposien und Travel Grants für junge Wissenschaftler. Über den Zeitstrahl oder die Karte auf der Übersichtsseite gelangen Sie zu den Details der Förderung und den Beschreibungen sowie Ergebnissen der einzelnen Forschungsprojekte.

Art der Förderung:Standard Grant
Projektleiterin:Jun.-Prof. Dr. Katja Nieweg
Institution:Philipps-Universität Marburg, Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmazie
Titel des Projekts:Untersuchung des Risikofaktors ApoE4 im Zellkulturmodell
Forschungsbereich:Genetik, Zellbiologie
Laufzeit:1. November 2015 – 31. Oktober 2017
Fördersumme:€ 80.000

Was wird erforscht?

Auch für die nicht vererbbare Form der Alzheimer-Krankheit gibt es einen genetischen Risikofaktor. Rund 60 Prozent der Alzheimer-Patienten sind Träger des Gens Apolipoprotein E 4 (ApoE4). Im Gehirn hat ApoE4 eine Funktion beim Transport von Fetten. Bislang wurde die Funktionsweise von ApoE4 hauptsächliche mithilfe von genetisch veränderten Mäusen untersucht. Da dieses Modell die Situation im Patienten nur sehr unzureichend wiedergibt, entwickelt Jun.-Prof. Dr. Katja Nieweg von der Philipps-Universität Marburg ein patientenspezifisches Zellkulturmodell.

Wie geht Katja Nieweg dabei vor?

Nieweg und ihre Arbeitsgruppe verwenden so genannte „induzierte pluripotente Stammzellen“. Diese werden aus Hautzellen von Alzheimer-Patienten hergestellt, die das ApoE4-Gen in sich tragen. Mit dieser Methode können die durch ApoE4 verursachten Krankheitsmechanismen genau analysiert werden.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Zum einen werden die Forscher untersuchen, warum ApoE4 zu einer verstärkten Produktion des für die Alzheimer-Krankheit charakteristischen Beta-Amyloids führt. Zum anderen wollen Nieweg und ihr Team Wirkstoffe gegen die negativen Effekte von ApoE4 testen.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Von den Fördermitteln werden Personalkosten (60.600 Euro), Verbrauchsmaterialien (16.400 Euro) und die Elektronenmikroskopie (3.000 Euro) bezahlt.

Foto: Eventfotografie Schneider

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