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Alzheimer-Therapie, indem das Zusammenspiel zweier Proteine gezielt gestoppt wird?

Projektdetails:

Thematik: Prävention und Therapie
Förderstatus:laufend
Art der Förderung:Research
Institution:Universität Heidelberg
Projektleitung:Prof. Dr. Hilmar Bading
Laufzeit:01. Januar 2026 - 31. Dezember 2027
Fördersumme:105.000,00 Euro

Was wird erforscht?

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste neurologische Erkrankung, die das Denken beeinträchtigt und zu Gedächtnisproblemen führt. Um zu verstehen, wie sich die Krankheit entwickelt und das Gehirn schädigt, wurden bisher viele Erkenntnisse aus Tiermodellen gewonnen. Für die Entwicklung neuer Therapien ist es jedoch wichtig, diese Ergebnisse mit Modellen zu überprüfen, die dem Menschen stärker ähneln. Prof. Dr. Hilmar Bading von der Universität Heidelberg hat in einem der wichtigsten Mausmodelle zwei Proteine identifiziert, deren Zusammenspiel besonders schädlich für das Gehirn ist. Dieses Zusammenspiel könnte eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit spielen. In früheren Studien konnte seine Forschungsgruppe bereits zeigen, dass eine speziell entwickelte Behandlung diese Schädigung im Mausmodell verhindert. Die Gehirnzellen waren besser geschützt und die Alzheimer-Symptome gingen zurück.Im neuen Projekt möchten Prof. Dr. Hilmar Bading und sein Team nun prüfen, ob dieser Ansatz auch in einem Modell funktioniert, das dem menschlichen Gehirn näher kommt. 

Wie geht Prof. Dr. Hilmar Bading dabei vor?

Prof. Dr. Hilmar Bading und sein Team werden menschliche Miniatur-Gehirne, sogenannte Organoide, verwenden. Sie werden aus speziellen Zellen im Labor gezüchtet. Diese Miniatur-Gehirne haben eine frühe Alzheimer-Form. An ihnen kann untersucht werden, ob die Therapie auch in einem menschlichen Gehirnmodell wirksam ist.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Wenn sich die Erfolge aus den früheren Studien bestätigen, könnte daraus ein komplett neuer Therapieansatz entstehen. Dieser würde die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten Antikörper-Therapie, Acetylcholinesterase-Inhibitoren und Glutamat-Antagonisten ergänzen.

Warum ist dieses Projekt besonders aussichtsreich? 

"Weil wir eine neue Klasse von Wirkstoffen entdeckt haben, die berechtigte Hoffnung weckt, dass Degeneration und Verlust von Nervenzellen bei der Alzheimer-Krankheit aufgehalten werden kann."

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel werden für Gehälter (40.000 Euro) und Labormaterialien (65.000 Euro) verwendet.

 

Schauen Sie sich hier die Videobotschaft von Prof. Dr. Bading an. 


Steckbrief:

Prof. Dr. Hilmar Bading

Geburtsjahr:
1958
Geburtsort:
Berlin
In der Demenz-Forschung seit:
2020

Hobbys:
Kunst und Theater

Ich bin in der Demenzforschung tätig, weil…

wir einen Zelltodmechanismus aufklären konnten, der bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen, insbesondere auch bei der Alzheimer-Krankheit, maßgeblich zum Verlust von Nervenzellen beiträgt und damit das Fortschreiten der Krankheit entscheidend beeinflusst.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…

einen Wirkstoff entwickelt hat, mit der die Alzheimer-Krankheit effektiv behandelt werden kann.

Persönliche Nachricht:

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