Warum die Suche nach einem Medikament so schwierig ist

Alzheimer-Forschung aktuell

In der Alzheimer-Forschung tut sich etwas. Ganze achtzehn Jahre sind seit der Zulassung des letzten Alzheimer-Medikaments vergangen. Jetzt wird der Wirkstoff Aducanumab auf den Markt kommen – zumindest in den USA. Hersteller Biogen hat bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA auch eine Zulassung in Europa beantragt. Die Entscheidung wird 2021 fallen. Bei aller Freude, sollte keine falsche Hoffnung entstehen. Aducanumab greift zwar als erstes Alzheimer-Medikament in die Mechanismen der Erkrankung ein, es kann die Alzheimer-Krankheit aber weder heilen noch stoppen. Immerhin ist eine leichte Verzögerung des Krankheitsfortschritts möglich. Weltweit arbeiten Forscher mit großem Einsatz an weiteren Therapieansätzen, doch die Alzheimer-Krankheit ist äußerst komplex.

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Herausforderung für die Forschung

Bei der Alzheimer-Krankheit sterben Nervenzellen im Gehirn ab und Patienten verlieren nach und nach ihre geistigen Fähigkeiten. Die genauen Ursachen der Krankheit sind bisher noch nicht abschließend geklärt. Eine große Herausforderung für die Forschung ist der klinisch stumme Beginn der Erkrankung und ihr langer Verlauf. „Alzheimer beginnt zunächst ohne Symptome, obwohl es schon erste Veränderungen im Gehirn gibt. Wenn dann die ersten Symptome auftauchen, sind in der Regel schon mehrere Jahre bis Jahrzehnte vergangen und die nachweisbaren Hirnveränderungen schon sehr weit fortgeschritten“, sagt Prof. Dr. Thomas Arendt, Leiter des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung in Leipzig und Vorsitzender unseres Wissenschaftlichen Beirats. „Die Ursachen sind dann nicht mehr ohne Weiteres nachvollziehbar.“

In wissenschaftlichen Studien wurde zuletzt nicht nur Aducanumab getestet, eine Reihe von Wirkstoffen wie BAN2401, Gantenerumab und Oligomannat werden derzeit ebenfalls an Patientinnen und Patienten erprobt. Selbst wenn diese Tests erfolgreich verlaufen, kann keiner der Wirkstoffe die Alzheimer-Krankheit stoppen, wie auch die bisher erhältlichen Alzheimer-Medikamente nicht. Weil die Krankheitsmechanismen noch nicht umfassend verstanden sind, werden auch immer wieder unterschiedliche Faktoren und äußere Einflüsse als Krankheitsursache diskutiert. Wir informieren darüber, ob Aluminium das Alzheimer-Risiko steigert und ob es einen Zusammenhang zwischen Parodontose und Alzheimer gibt.

Vortrag: „Neue Wirkstoffe gegen Alzheimer: Ist Heilung in Sicht?“

Wo können Wirkstoffe ansetzen?

Charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind Eiweißablagerungen im Gehirn. Bereits Alois Alzheimer beschrieb Anfang des 20. Jahrhunderts Plaques aus Beta-Amyloid und Faserbündel aus Tau. Forscher versuchen durch Wirkstoffe diese Ablagerungen entweder gar nicht erst entstehen zu lassen oder aufzulösen. Dabei hat sich die Forschung mehr auf Beta-Amyloid konzentriert. Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung des Wirkstoffs Aducanumab. Darüber hinaus werden aber auch viele andere Wege verfolgt. Zum Beispiel versuchen Forscher Entzündungsprozesse im Gehirn zu stoppen. Stoffwechsel- oder Durchblutungsstörungen werden ebenfalls untersucht genauso wie Umwelteinflüsse und genetische Veränderungen.

Was passiert im Gehirn?

Der Film erklärt, welche Veränderungen im Gehirn charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind.

Stand der Forschung

Prof. Dr. Thomas Arendt im Interview

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Aducanumab

Fragen und Antworten zum neuen Wirkstoff

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BAN2401

Fragen und Antworten zum Antikörper

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Donanemab

Fragen und Antworten zum Wirkstoff

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Gantenerumab

Der neue Wirkstoff im Überblick

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Oligomannat

Infos zum neuen Algenpräparat aus China

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Aluminium

Die Fakten zu Aluminium und Alzheimer

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Parodontose

FAQ zu Parodontose und Alzheimer

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Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Linda Thienpont
Leiterin Wissenschaft
Director of Scientific Affairs AFI

Tel.: 0211 - 86 20 66 23
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