Aktuelle Alzheimer- und Demenzforschung

Die Forschung zu Alzheimer und anderen Demenzen entwickelt sich stetig weiter.

Weltweit arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, die Ursachen der Erkrankung besser zu verstehen, neue Diagnostikverfahren zu entwickeln und Therapien zu finden, die den Verlauf der Erkrankungen beeinflussen können.

Noch gibt es keine Heilung. Fortschritte gibt es jedoch bei der Diagnostik, der Prävention und der Behandlung. Bei Alzheimer können erste Medikamente den Krankheitsverlauf im frühen Stadium verlangsamen.

Wohin führt die Forschung? Hier erfahren Sie mehr über aktuelle Studien, neue Erkenntnisse und den Stand der Alzheimer- und Demenzforschung.

Warum gibt es bisher kein Heilmittel gegen Alzheimer?

Alzheimer ist eine äußerst komplexe Krankheit, deren Ursachen noch nicht vollständig verstanden sind. Verschiedene Prozesse spielen dabei zusammen – etwa Veränderungen der Proteine Amyloid und Tau, Entzündungsreaktionen und genetische Einflüsse.

Hinzu kommt: Alzheimer beginnt vermutlich viele Jahre bevor erste Symptome sichtbar werden. Wenn Gedächtnisprobleme oder andere Veränderungen bemerkbar werden, sind die Schäden im Gehirn meist bereits weit fortgeschritten und der Krankheitsprozess nicht mehr umkehrbar.

Dennoch macht die Forschung Fortschritte. Neue Medikamente können den Krankheitsverlauf bei Menschen im frühen Alzheimer-Stadium verlangsamen. Andere Therapien können Beschwerden lindern, Fähigkeiten länger erhalten und die Lebensqualität verbessern.

Forschende untersuchen deshalb unterschiedliche Ansätze, um Alzheimer früher zu erkennen, wirksamer zu behandeln und eines Tages möglicherweise zu verhindern oder zu heilen.

Warum ist Alzheimer noch nicht heilbar? Die wichtigsten Gründe im Überblick.

Was sind die wichtigsten Schwerpunkte in der Demenzforschung?

Die Demenzforschung betrachtet heute viele verschiedene Mechanismen und verfolgt unterschiedliche Ansätze – von der Diagnostik bis zur Therapie:

Forschung im Fokus - neue Studien, neue Fragen

Die Alzheimer Forschung Initiative fördert nicht nur Forschungsprojekte, sondern ordnet auch neue Studien und wissenschaftliche Debatten ein. Manche Ansätze sind noch experimentell, andere bereits näher an einer möglichen Anwendung. Hier finden Sie Themen, die derzeit besonders diskutiert werden.

Lithium

Könnte eine extrem niedrige Dosierung von Lithium das Alzheimer-Risiko verringern oder Alzheimer stoppen? Studien geben Anlass zur Hoffnung.

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Valiltramiprosat

Ein weiterer experimenteller Wirkstoff, speziell für Menschen mit zwei Allelen des Risikogens ApoE4. Noch in der Entwicklung.

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Gürtelrose-Impfung

Kann eine Gürtelrose-Impfung möglicherweise vor Demenz schützen? Alles Wissenswerte zur aktuellen Studienlage.

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Metformin

Das bekannte Diabetes-Medikament wird auf seine Wirkung bei Alzheimer getestet. Könnte es eine neue Einsatzmöglichkeit geben?

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Blarcamesin

Ein experimenteller Wirkstoff, der die Selbstreinigung von Nervenzellen unterstützen sollte. Die Wirksamkeit ist allerdings nicht belegt.

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Spermidin

Forschende prüfen, ob Spermidin das Gehirn schützen kann. Der natürliche Stoff kommt in Weizenkeimen, Soja oder Pilzen vor.

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Semaglutid (Ozempic)

Semaglutid galt zunächst als Hoffnungsträger in der Forschung. Die Erwartungen konnten sich jedoch nicht bestätigen.

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Transkranielle Pulsstimulation

Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) wird als Alzheimer-Therapie diskutiert. Wir informieren über die umstrittene Methode.

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Aluminium

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Aluminium und dem Alzheimer-Risiko? Wir ordnen die aktuelle Studienlage ein.

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Ausblick: Zusammenspiel verschiedener Ansätze

Die Forschung richtet den Blick zunehmend auf mehrere Krankheitsprozesse gleichzeitig. Neben einzelnen Wirkstoffen werden auch Ansätze untersucht, die sich ergänzen könnten. Künftige Behandlungen könnten deshalb stärker auf das Krankheitsstadium und die biologischen Merkmale der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden.

  • Eine frühe Diagnose kann dabei besonders wichtig sein, weil einige Therapien vor allem in frühen Krankheitsstadien eingesetzt werden. Zugleich wird erforscht, ob die Kombination verschiedener Behandlungsansätze den Krankheitsverlauf stärker beeinflussen kann als einzelne Maßnahmen allein.
  • Auch Lebensstilfaktoren bleiben ein wichtiger Teil der Forschung. Bewegung, Ernährung und der Umgang mit beeinflussbaren Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes können zur Vorbeugung beitragen und die Hirngesundheit unterstützen.

Die Alzheimer- und Demenzforschung ist heute vielfältiger als noch vor wenigen Jahren. Auch wenn eine Heilung derzeit nicht absehbar ist, wächst das Wissen darüber, wie die Erkrankungen entstehen, früher erkannt und besser behandelt werden können..

Meilensteine der Alzheimer-Forschung seit 1906

Unser Überblick zeigt, wie sich die Alzheimer-Forschung seit der Erstbeschreibung durch Alois Alzheimer entwickelt hat – und welche Fortschritte durch die von AFI geförderten Projekte möglich wurden. 

Zum Zeitstrahl „Meilensteine“

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Dr. Anne Pfitzer-Bilsing
Leiterin Wissenschaft
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Tel.: 0211 - 86 20 66 14
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