Warum ist Alzheimer- und Demenzforschung wichtig?
Für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen gibt es bislang keine Heilung.
Forschung hilft uns zu verstehen, wie diese Erkrankungen entstehen und sich entwickeln. Dieses Wissen ist wichtig, um Demenzerkrankungen früher und genauer zu erkennen und neue Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung zu entwickeln.
Dabei untersucht die Forschung sowohl die Unterschiede als auch die Gemeinsamkeiten verschiedener Demenzerkrankungen. So entsteht Schritt für Schritt ein genaueres Bild davon, was im Gehirn geschieht – und wo neue Behandlungen ansetzen können.

Matthias Fischer
Warum Forschung dringend gebraucht wird

Die Zahl der Menschen mit Demenz wird mit einer älter werdenden Bevölkerung voraussichtlich weiter steigen. Forschung heute schafft die Grundlage dafür, Demenzerkrankungen künftig früher zu erkennen, besser zu behandeln und möglichst zu verhindern.
Das große Ziel: Demenzerkrankungen heilen
Demenzerkrankungen sind komplex. Hinter dem Begriff stehen unterschiedliche Erkrankungen, bei denen verschiedene Veränderungen im Gehirn eine Rolle spielen können. Auch dieselbe Demenzerkrankung kann sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich entwickeln.
Eine weitere Herausforderung: Veränderungen im Gehirn können sich bereits viele Jahre vor den ersten Symptomen entwickeln. Deshalb ist für neue Therapien nicht nur entscheidend, wo sie ansetzen, sondern auch wann und bei wem.
Genau das versucht die Forschung herauszufinden. Je besser wir verstehen, was im Gehirn geschieht und wie sich eine Erkrankung entwickelt, desto gezielter können neue Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung erforscht werden.

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Was die Alzheimer- und Demenzforschung bereits erreicht hat
Forschung hat unser Wissen über Demenzerkrankungen in den vergangenen Jahren deutlich erweitert – und wichtige Fortschritte sind bereits in Diagnostik, Behandlung und Vorbeugung angekommen.
Demenzerkrankungen können heute besser behandelt werden
Zur Behandlung gehören sowohl nicht medikamentöse Verfahren als auch Medikamente. Bewegungsangebote, kognitives Training oder Ergotherapie können dazu beitragen, Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten und den Alltag zu unterstützen.
Neue Antikörper-Medikamente erweitern bei Alzheimer die Behandlungsmöglichkeiten. Sie richten sich gegen Amyloid-Ablagerungen im Gehirn und können bei bestimmten Menschen im frühen Stadium das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
Alzheimer behandeln: Welche Therapien helfen können
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Alzheimer kann heute genauer diagnostiziert werden
Besondere bildgebende Verfahren und Untersuchungen des Nervenwassers können Veränderungen nachweisen, die für Alzheimer typisch sind. Sie helfen Ärztinnen und Ärzten dabei, die Ursache von Gedächtnisproblemen und anderen Beschwerden genauer zu bestimmen.
Auch Bluttests können inzwischen Hinweise auf Alzheimer-typische Veränderungen liefern. In der regulären Diagnostik werden sie bislang jedoch noch nicht routinemäßig eingesetzt.
Wir wissen mehr darüber, wie sich das Demenzrisiko beeinflussen lässt
Die Forschung kennt heute zahlreiche Faktoren, die mit dem Risiko für eine Demenzerkrankung zusammenhängen. Dazu gehören beispielsweise Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Hörverlust, Rauchen, Diabetes und wenig soziale Kontakte. Dieses Wissen hilft dabei, Möglichkeiten zur Vorbeugung gezielter zu erforschen und Empfehlungen für die Hirngesundheit auf eine bessere wissenschaftliche Grundlage zu stellen.
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