Symptome der Alzheimer-Krankheit
Alzheimer ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Erste Anzeichen sind häufig Gedächtnisprobleme, doch auch Orientierung, Sprache, Verhalten und die Bewältigung alltäglicher Aufgaben können sich verändern.
Die häufigsten Symptome bei Menschen mit Alzheimer sind:
- Vergesslichkeit (Gedächtnisprobleme)
- Schwierigkeiten beim Lernen neuer Informationen
- Veränderungen im Verhalten und der Persönlichkeit
- Sprach- und Wortfindungsstörungen
- Probleme mit Orientierung und Zeitgefühl
- Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben
Hervorzuheben ist, dass diese Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und sich meist schleichend entwickeln.

AFI
Inhalt
Wie beginnt die Alzheimer-Demenz?
Wie verändern sich Symptome im Krankheitsverlauf?
Wie beginnt die Alzheimer-Demenz?
Die Alzheimer-Krankheit beginnt mit Veränderungen im Gehirn, die Nervenzellen schädigen und ihre Kommunikation untereinander stören. Erste Symptome entwickeln sich meist schleichend und werden zunächst oft nicht als Krankheitszeichen erkannt.
Im Alltag kann sich das zum Beispiel so zeigen:
- die Oma vergisst beim Lieblingskuchen wichtige Zutaten
- der Vater lässt das Auto mit laufendem Motor in der Einfahrt stehen
- die eigentlich gesellige Ehefrau zieht sich zunehmend zurück
- der bisher zuverlässige Arbeitskollege versäumt immer häufiger Termine
Viele dieser Veränderungen wirken anfangs harmlos oder werden als normale Alterserscheinungen eingeordnet. Zudem wird Alzheimer häufig nur mit Vergesslichkeit verbunden. Tatsächlich kann sich die Erkrankung sehr unterschiedlich äußern.
Wie verändern sich Symptome im Krankheitsverlauf?
Fachleute gehen davon aus, dass Veränderungen im Gehirn bereits viele Jahre vor den ersten Symptomen beginnen können. Erste Einschränkungen entwickeln sich meist schleichend und nehmen im Verlauf der Erkrankung zu.
Im Alltag zeigt sich Alzheimer häufig dadurch, dass Menschen nach und nach mehr Unterstützung benötigen.
Während Menschen mit beginnender Alzheimer-Demenz oft noch selbstständig leben können, sind sie im späteren Verlauf zunehmend auf Hilfe angewiesen.
Bei Alzheimer werden verschiedene Krankheitsstadien unterschieden. Dazu gehört auch die sogenannte leichte kognitive Störung (MCI), bei der bereits messbare Einschränkungen bestehen können, der Alltag aber meist noch weitgehend selbstständig bewältigt wird. MCI gilt als mögliche Vorstufe einer Demenz.
Mehr über Alzheimer allgemein, die leichte kognitive Störung (MCI) und den typischen Verlauf einer Demenzerkrankung erfahren Sie auf unseren weiterführenden Seiten.

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Viele Symptome, die das Leben mit Alzheimer-Demenz sonst stark beeinträchtigen, sind sehr, sehr gut behandelbar.
Prof. Dr. Sascha Marrakchi
Leiter der Gedächtnisssprechstunden der Asklepios Kliniken Barmbek und Altona
Welche Symptome sind behandelbar?
Viele Symptome und Begleiterscheinungen der Alzheimer-Krankheit lassen sich behandeln oder lindern, insbesondere im frühen Stadium der Erkrankung.
Dazu gehören unter anderem Depressionen, Angst, Unruhe, Aggressionen oder Schlafstörungen. Wichtig ist, solche Veränderungen im Arztgespräch anzusprechen. Viele Beschwerden können durch Medikamente oder unterstützende Therapien verbessert werden.
Neben Medikamenten spielen auch nicht-medikamentöse Behandlungsformen eine wichtige Rolle, zum Beispiel:
- Gedächtnistraining oder kognitives Training zur Verbesserung oder Erhaltung von Merkfähigkeit und Konzentration
- Ergotherapie zur Unterstützung im Alltag
- Verhaltenstherapie, Erinnerungstherapie, Musiktherapie
- Physiotherapie zur Förderung der körperlichen Fitness
Mehr über nicht-medikamentöse Alzheimer-Therapien erfahren Sie hier.

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Was tun bei Alzheimer-Symptomen?
Symptome wie Vergesslichkeit, Orientierungsschwierigkeiten oder Veränderungen im Verhalten können unterschiedliche Ursachen haben und müssen nicht immer auf Alzheimer oder eine andere Demenz hinweisen. Manche Beschwerden sind behandelbar oder vorübergehend. (Stichwort: Reversible Demenzen)
Eine hausärztliche Praxis ist daher häufig die erste Anlaufstelle. Hausärztinnen und Hausärzte kennen ihre Patientinnen und Patienten oft bereits über viele Jahre und können Veränderungen deshalb meist gut einordnen. Besteht der Verdacht auf eine Demenzerkrankung, erfolgt in der Regel die Überweisung an spezialisierte Fachpraxen oder eine Gedächtnissprechstunde.

Die Broschüre Diagnoseverfahren bei Demenz erklärt verständlich, welche Untersuchungen bei Gedächtnisproblemen durchgeführt werden und wie eine Demenzdiagnose abläuft.
28 Seiten, Auflage 2024
Mehr Informationen zum Thema
Diagnose Demenz
Wie läuft eine Demenzdiagnose ab und was ist zu beachten?
Verlauf der (Alzheimer-)Demenz
Wie sich Symptome im Lauf der Erkrankung verändern können
Verdacht auf Demenz
Was tun, wenn Angehörige den Arztbesuch ablehnen?

Autorin
Dr. Anne Pfitzer-Bilsing
hat sich nach ihrem Studium der Biochemie an der Uni Düsseldorf während ihrer Doktorarbeit auf Amyloide spezialisiert. Seit 2024 leitet sie bei der AFI die Abteilung Wissenschaft.
Letzte Aktualisierung: Mai 2026






