Demenz-Test:
Welche Tests bei der Diagnose helfen
Medizinische Demenztests helfen dabei, kognitive Veränderungen genauer einzuschätzen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen.
Um eine Demenz sicher festzustellen, reicht jedoch ein einzelner Test nicht aus. Die Testergebnisse werden daher immer zusammen mit weiteren Untersuchungen bewertet, zum Beispiel mit körperlichen Untersuchungen, Laborwerten und bildgebenden Verfahren.
Zu den bekannten kognitiven Kurztests gehören unter anderem der Mini-Mental-Status-Test (MMST/MMSE), der MoCA-Test, der DemTect und der Uhrentest.

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Wie helfen Demenztests bei der Diagnose?
Bei Verdacht auf Alzheimer oder eine andere Form der Demenz erfolgt die Diagnose schrittweise.
Kognitive Tests helfen dabei, Veränderungen von Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Orientierung und anderen geistigen Fähigkeiten zu erfassen.
Welche Bereiche betroffen sind und wie stark die Veränderungen ausgeprägt sind, kann je nach Person und Demenzform unterschiedlich sein.
Die Testergebnisse werden immer zusammen mit weiteren Untersuchungen beurteilt. Dazu gehören zum Beispiel das Arztgespräch, körperliche Untersuchungen, Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren.
Zur Diagnostik gehört auch, andere mögliche Ursachen für die Beschwerden auszuschließen. Dazu zählen beispielsweise eine Depression, ein Delir, Nebenwirkungen von Medikamenten, ein Vitamin-B12-Mangel oder eine Schilddrüsenerkrankung.
So kann genauer geklärt werden, ob eine Demenzerkrankung vorliegt und welche Ursache hinter den Beschwerden steckt.

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Wie funktionieren Demenztests?
Demenztests bestehen meist aus Fragen und kleinen Aufgaben, mit denen verschiedene geistige Fähigkeiten geprüft werden. Dazu gehören zum Beispiel Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Orientierung oder problemlösendes Denken.
Die Ergebnisse werden nach festgelegten Kriterien ausgewertet. Je nach Test können dabei auch Faktoren wie Alter oder Bildungsniveau berücksichtigt werden.
Ein auffälliges Ergebnis ist noch keine Demenzdiagnose. Kognitive Tests liefern Hinweise und müssen immer zusammen mit weiteren Untersuchungen beurteilt werden.
Warum Selbsttests keine Diagnose ersetzen
Online-Selbsttests können keine Demenz nachweisen oder ausschließen. Bei anhaltenden Gedächtnisproblemen, Orientierungsschwierigkeiten oder anderen Auffälligkeiten ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Mehr dazu: Demenz-Selbsttest: Warum Online-Tests keine Diagnose ersetzen
Welche Demenztests gibt es?
Mini-Mental-Status-Test (MMST/MMSE): prüft unter anderem Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und einfache Handlungen.
MoCA-Test: wird häufig eingesetzt, wenn leichte kognitive Veränderungen vermutet werden. Er prüft unter anderem Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Orientierung und planerisches Denken.
DemTect: erfasst unter anderem Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wortflüssigkeit und geistige Flexibilität.
Uhrentest: prüft unter anderem visuell-räumliche und planerische Fähigkeiten und wird meist ergänzend eingesetzt.
Welcher Test geeignet ist, hängt von der Fragestellung und der individuellen Situation ab. Häufig werden mehrere Untersuchungen miteinander kombiniert.

AFI

Die Broschüre Diagnoseverfahren bei Demenz erklärt alle Untersuchungen, die für eine Demenz-Diagnose nötig sind. Neben dem Arztgespräch und den allgemeinen körperlichen Untersuchungen werden auch Gedächtnistests, bildgebende Verfahren sowie die Liquordiagnostik thematisiert.
28 Seiten, Auflage 2024

Autorin
Dr. Anne Pfitzer-Bilsing
hat sich nach ihrem Studium der Biochemie an der Uni Düsseldorf während ihrer Doktorarbeit auf Amyloide spezialisiert. Seit 2024 leitet sie bei der AFI die Abteilung Wissenschaft.



