Wenn das Gedächtnis schwindet

Die Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist eine unheilbare Störung des Gehirns. Durch das Absterben von Gehirnzellen werden Erkrankte zunehmend vergesslich, verwirrt und orientierungslos. Auch Persönlichkeit und Verhalten ändern sich im Verlauf der Erkrankung. Viele Patienten werden unruhig, aggressiv oder depressiv. Das Urteilsvermögen und die Sprachfähigkeit lassen nach. Es gibt zwar Möglichkeiten, die Krankheit und ihre Folgeerscheinungen zu behandeln. Aber stoppen lässt sie sich bisher noch nicht. Das Risiko an Morbus Alzheimer zu erkranken, steigt mit dem Alter.

Alzheimer und Demenz

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Alzheimer“ und „Demenz“ oft gleichbedeutend verwandt. Dabei ist die Alzheimer-Krankheit mit rund zwei Drittel aller Fälle die häufigste Form der Demenz. Unter dem Begriff "Demenz" werden über 50 Krankheiten zusammengefasst, bei denen die Gehirnleistung abbaut. Neben der Alzheimer-Krankheit kommen die vaskuläre Demenz, die Lewy-Körperchen-Demenz und die frontotemporale Demenz am häufigsten vor. Sie unterscheiden sich in Ursache, Symptomen und Verlauf von der Alzheimer-Krankheit.

Seniorin im Profil
Arzt untersucht Patient

Diagnose

Die Alzheimer-Krankheit kann nur von einem Arzt durch unterschiedliche Tests und Untersuchungen diagnostiziert werden. Neben dem Arztgespräch wird der Patient körperlich und neurologisch untersucht und Laborwerte, wie Blut und Urin, werden überprüft. Zur Diagnosefindung beitragen können außerdem bildgebende Verfahren sowie eine Untersuchung des Nervenwassers, dem sogenannten Liquor.

Behandlung

Die Alzheimer-Krankheit ist bisher unheilbar. Trotzdem können der Krankheitsverlauf verzögert und die Symptome gelindert werden. Neben einer medikamentösen Therapie gibt es eine Reihe von nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten, die mittlerweile als gleichrangig angesehen werden.

Entstehung der Krankheit: Absterbende Gehirnzellen

Bei der Alzheimer-Erkrankung sterben zunehmend Gehirnzellen ab. Die genaue Ursache dafür ist noch unbekannt. Wir wissen aber, dass zwei verschiedene Eiweißablagerungen zwischen und in den Nervenzellen im Gehirn charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind: die sogenannten Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen.

Genetische Grundlagen

Viele Menschen haben Angst, an Alzheimer zu erkranken, weil bereits ein Familienangehöriger betroffen war. Aber in weniger als einem Prozent der Fälle wird die Krankheit vererbt. Meistens ist das Alter das größte Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Die altersbedingte Alzheimer-Erkrankung macht rund 99 Prozent aller Fälle aus.

Geschichte der Alzheimer-Krankheit

Benannt wurde die Alzheimer-Erkrankung nach dem deutschen Neurologen Dr. Alois Alzheimer, der die Symptome 1906 zum ersten Mal beschrieben hat. Nach dem Tod seiner Patientin Auguste Deter fand Alzheimer Eiweißablagerungen in ihrem Gehirn.

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Alzheimer & Demenz in Zahlen

  • Ungefähr 20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind 65 Jahre und älter. Insgesamt sind das mehr als 16,5 Millionen Menschen.
  • Über 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Demenz. Für das Jahr 2050 wird die Zahl voraussichtlich auf 3 Millionen ansteigen. 1,2 Millionen Menschen sind von einer Alzheimer-Krankheit betroffen. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz.
  • Jedes Jahr erkranken rund 300.000 Menschen an einer Demenz, davon sind 200.000 Alzheimer-Patienten.
  • Etwa 70 Prozent aller Demenz-Kranken werden zu Hause durch Angehörige gepflegt.
  • Die durchschnittliche Krankheitsdauer beträgt sieben Jahre ab Diagnose.
Eine Seniorin und eine Betreuerin
Titelbild des Ratgebers "Die Alzheimer-Krankheit verstehen ..."

Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber

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16 Seiten, 2014

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