Weniger ARIA bei Antikörper-Behandlung durch ein vollautomatisiertes Verfahren zur frühen Diagnostik von CAA
Projektdetails:
| Thematik: | Diagnostik |
|---|---|
| Förderstatus: | laufend |
| Art der Förderung: | Early Career |
| Institution: | Universitätsklinikum der LMU München |
| Projektleitung: | Dr. Anna Dewenter |
| Laufzeit: | 01. Januar 2026 - 31. Dezember 2027 |
| Fördersumme: | 58.920,00 Euro |

Anna Dewenter
Was wird erforscht?
Die zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) ist eine Erkrankung, bei der sich das Protein Amyloid-beta in den kleinen Blutgefäßen ablagert. Amyloid-beta bildet auch die für die Alzheimer-Krankheit typischen Plaques zwischen den Nervenzellen. Zu den wichtigsten klinischen Erscheinungen der CAA gehören hämorrhagische Schlaganfälle, also Hirnblutungen, sowie fortschreitende kognitive Defizite, die zu Demenz führen können. Bei etwas 50 % der Menschen mit Alzheimer lässt sich zusätzlich eine CAA nachweisen. Kürzlich zugelassene Antikörpertherapien gegen Amyloid-beta können bei Menschen mit CAA erhebliche teils schwerwiegenden Nebenwirkungen auslösen, die sogenannten Amyloid-Related Imaging Abnormalities (ARIA). Daher sind Biomarker, die eine CAA bereits in frühen Stadien anzeigen, besonders wichtig. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass frühe CAA-Stadien mit Veränderungen in der weißen Hirnsubstanz einhergehen, die mittels Magnetresonanztomographie (MRT) sichtbar gemacht werden können. Aus diesem Grund wurde ein neues Merkmal in die aktuellen Leitlinien zur Diagnostik von CAA aufgenommen: punktförmige Veränderungen der weißen Hirnsubstanz. Diese können bisher jedoch nur durch subjektive manuelle Bewertungen von Expert*innen erkannt werden. Daher möchte Dr. Anna Dewenter vom Universitätsklinikum der LMU München ein vollautomatisiertes Verfahren entwickeln, das diese punktförmigen Veränderungen objektiv und zuverlässig bestimmt.
Wie geht Dr. Anna Dewenter dabei vor?
Es werden bioinformatische deep-learning-basierte Segmentierungen und Cluster-Analysen eingesetzt, um die prognostische Bedeutung dieser Veränderungen für den Krankheitsverlauf der CAA systematisch zu untersuchen. Grundlage dazu bilden umfangreiche MRT-Datensätze.
Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?
Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine frühe CAA-Diagnose zu ermöglichen, um Patient*innen mit erhöhtem Risiko für ARIA zu identifizieren. Damit soll die Behandlung mit den neuen Antikörpertherapien sicherer werden.
Warum ist dieses Projekt besonders aussichtsreich?
"Weil es darauf abzielt, einen entscheidenden Beitrag zur frühzeitigen Erkennung neurovaskulärer Veränderungen zu leisten. Dadurch können Therapien langfristig gezielter eingesetzt werden – und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten weiter verbessert werden."
Wofür werden die Fördermittel verwendet?
Die Fördermittel entfallen auf Personalmittel (52.920 Euro), Reisekosten (4.000 Euro) und Publikationskosten (2.000 Euro).
Schauen Sie sich hier die Videobotschaft von Dr. Dewenter an.
Steckbrief:
Dr. Anna Dewenter
1994
-
2019
Hobbys:
Tanzen und Wandern

Anna Dewenter
Ich bin in der Demenzforschung tätig, weil…
ich von Neugier und dem Wunsch angetrieben werde, einen gesellschaftlichen Mehrwert für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu schaffen.
Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…
eine flächendeckend verfügbare, wirksame Therapie für alle Patientinnen und Patienten bereitstellt. Die neuen Antikörper-Therapien sind ein wichtiger Meilenstein – doch sie markieren erst den Anfang eines Weges, der künftig noch individuellere und sicherere Therapieansätze hervorbringen muss.
Persönliche Nachricht:
Liebe Spender*innen,
ich möchte mich von Herzen für Ihre Unterstützung bedanken. Die finanzielle Lage in der Forschung wird sowohl international als auch national zunehmend herausfordernd – umso wertvoller sind private Förderungen wie Ihre für die AFI. Ihre Unterstützung gibt mir die Möglichkeit, zentrale Fragen zur frühzeitigen Erkennung und besseren Behandlung neurodegenerativer und neurovaskulärer Erkrankungen zu untersuchen. Als junge Demenzforscherin fühle ich mich durch diese Förderung nicht nur geehrt, sondern auch bestärkt. Ihre Unterstützung ermöglicht mir einen wichtigen Schritt in Richtung wissenschaftlicher Selbstständigkeit. Vielen Dank für Ihr Vertrauen.



