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Aufklärung der Wirkweise eines molekularen Bodyguards zur Prävention giftiger Proteinablagerungen

Projektdetails:

Thematik: Ursachenforschung
Förderstatus:laufend
Art der Förderung:Early Career
Institution:Freie Universität Berlin
Projektleitung:Dr. Nicklas Österlund
Laufzeit:01. Januar 2026 - 31. Dezember 2026
Fördersumme:30.000,00 Euro

Was wird erforscht?

Die Alzheimer-Krankheit ist gekennzeichnet durch die schädliche Ansammlung zweier Proteine im Gehirn. Diese Ansammlungen entstehen durch eine lawinenartige Kettenreaktion, die beginnt, wenn sich kleine, instabile Proteinpartikel, sogenannte Oligomere, aneinanderlagern. Oligomere gelten als besonders giftig für die Zellen, sind jedoch schwer zu untersuchen, da sie selten sind und nur kurz bestehen. Menschliche Zellen verfügen über natürliche Schutzmechanismen, die solche schädlichen Proteinablagerungen verhindern können. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Protein DNAJB6. Es wirkt wie ein molekularer Bodyguard und kann selbst in sehr geringen Mengen die Bildung schädlicher Ablagerungen blockieren. Wie genau DNAJB6 diese Schutzfunktion ausübt, ist noch nicht vollständig verstanden. Dr. Nicklas Österlund von der Freien Universität Berlin möchte herausfinden, wie DNAJB6 die Oligomere erkennt und unschädlich macht, bevor die Kettenreaktion der Ablagerung in Gang gesetzt wird. 

Wie geht Dr. Nicklas Österlund dabei vor?

Mithilfe der Massenspektrometrie, einer Methode zur Bestimmung der Masse und Zusammensetzung von Molekülen, soll untersucht werden, welche Bereiche von DNAJB6 für seine Schutzfunktion entscheidend sind und wie das Protein die schädlichen Oligomere bindet. Diese gewonnenen Erkenntnisse fließen in ein strukturelles Modell, das den genauen Ablauf dieser Bindung sichtbar machen soll.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Wenn besser verstanden wird, wie DNAJB6 funktioniert, gewinnen wir Einblicke darin, wie sich das gesunde Gehirn vor giftigen Ablagerungen schützt. Diese Erkenntnisse können die Grundlage für künftige Alzheimer-Therapien bilden, die diese natürliche Verteidigung nachahmen oder stärken.

Warum ist dieses Projekt besonders aussichtsreich? 

"Weil es sehr neurotoxische Proteinformen ins Visier nimmt, die normalerweise schwer zu untersuchen sind und gegen die es bislang nur wenige gezielte Wirkstoffansätze gibt."

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel entfallen auf Labormaterialien (22.000 Euro), Gebühren zur Benutzung der Geräte (5.000 Euro) und Reisekosten (3.000 Euro).

 

Schauen Sie sich hie die Videobotschaft von Dr. Österlund an. 


Steckbrief:

Dr. Nicklas Österlund

Geburtsjahr:
1992
Geburtsort:
Stockholm, Schweden
In der Demenz-Forschung seit:
2017

Hobbys:
Fußball, Livemusik

Ich bin in der Demenzforschung tätig, weil…

sie hochkomplexe und faszinierende Chemie mit realer gesellschaftlicher Relevanz verbindet.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…

ein Stadium erreicht hat, in dem wir klar definierte Wirkstoffziele kennen und gezielt wirksame Therapien entwickeln können.

Persönliche Nachricht:

Liebe Spender*innen, vielen Dank für Ihre Unterstützung. Private Forschungsförderung ist für uns von großer Bedeutung, insbesondere für uns jüngere Forschende, da sie Freiräume für neue Ideen und innovative Ansätze schafft, die in klassischen Förderprogrammen oft schwer umzusetzen sind. Ihre Beiträge helfen, wichtige Erkenntnisse schneller voranzubringen und unterstützen die Entwicklung neuer Therapien gegen Demenzerkrankungen.

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