Psychotherapie für eine bessere Krankheitsbewältigung nach Alzheimer-Diagnose
Projektdetails:
| Thematik: | Prävention und Therapie |
|---|---|
| Förderstatus: | laufend |
| Art der Förderung: | Research |
| Institution: | Uniklinik Köln |
| Projektleitung: | Dr. Ayda Rostamzadeh |
| Laufzeit: | 01. Januar 2026 - 31. Dezember 2027 |
| Fördersumme: | 130.000,00 Euro |

Klaus Schmidt, MedizinFotoKöln
Was wird erforscht?
Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für Demenz. Weltweit gilt die steigende Zahl der erkrankten Menschen als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen. Neue Behandlungen können den kognitiven Abbau im frühen Stadium verlangsamen, eine Heilung gibt es jedoch bisher nicht. Nach einer Alzheimer-Diagnose kommen neue Informationen auf Patient*innen und ihre Angehörigen zu und es sind einige medizinische Entscheidungen zur Behandlung zu treffen. Darüber hinaus können die Veränderungen nach der Diagnosestellung die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Psychosoziale Angebote können hier unterstützen: Sie vermitteln Patient*innen und nahestehenden Personen Wissen über die Erkrankung, erleichtern den Umgang mit der Diagnose und fördern das Wohlbefinden aller Beteiligten. Bisher gibt es jedoch keine strukturierten psychotherapeutischen Behandlungsangebote speziell für Menschen im Anfangsstadium der Alzheimer-Krankheit. In ihrem Projekt möchten Dr. Ayda Rostamzadeh und ihr Team die Durchführbarkeit eines 10-wöchigen psychologischen Gruppenprogramms für Patient*innen und ihre Angehörigen untersuchen.
Wie geht Dr. Ayda Rostamzadeh dabei vor?
Es wird untersucht, welche Auswirkungen das Programm auf Krankheitsakzeptanz, Krankheitsbewältigung und Gesundheitskompetenz hat. Dazu führt das Team Interviews und Fragebogenerhebungen durch. Das Programm orientiert sich an Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie und der Psychoonkologie, die sich bereits bei der Krebsbehandlung als hilfreich für die Krankheitsbewältigung erwiesen haben.
Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?
Das Ziel des Projektes ist es, ein psychotherapeutisches Gruppenprogramm für Patient*innen und ihre Angehörigen zu etablieren, das in der ersten Phase nach Diagnosestellung wirksam unterstützt und den Umgang mit der Erkrankung erleichtert.
Warum ist dieses Projekt besonders aussichtsreich?
es erstmals ein strukturiertes psychotherapeutisches Gruppenprogramm für Menschen im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit und deren Angehörigen untersucht und damit eine wichtige Versorgungslücke adressiert.
Wofür werden die Fördermittel verwendet?
Die Fördermittel entfallen auf Personalkosten (125.200 Euro), Informationsmaterialien für die Patient*innen in der Studie (300 Euro), eine Versicherung für die Patient*innen in der Studie (500 Euro), Kosten für das Ethikvotum (2.000 Euro) und Reisekosten (2.000 Euro).
Schauen Sie sich hier die Videobotschaft von Dr. Rostamzadeh an.
Steckbrief:
Dr. Ayda Rostamzadeh
1983
Teheran, Iran
2016
Hobbys:
Familie, Reisen, Yoga

Klaus Schmidt, MedizinFotoKöln
Ich bin in der Demenzforschung tätig, weil…
ich in meiner klinischen Arbeit täglich sehe, wie stark Gedächtniserkrankungen das Leben von Patient:innen und Angehörigen beeinflussen – und weil Forschung entscheidend dazu beiträgt, Versorgung und Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…
individuellere Präventions- und Behandlungsansätze als auch besser zugängliche psychosoziale Versorgungsangebote ermöglicht.
Persönliche Nachricht:
Liebe Spender*innen,
Ich möchte mich herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken. Ihre Unterstützung trägt entscheidend dazu bei, dass wir wichtige Fragen der Demenz-Forschung verfolgen können, die ohne zusätzliche Mittel oft nicht realisiert werden könnten.
Private Forschungsförderung ist auch deshalb so wichtig, weil sie flexible und innovative Projekte ermöglicht. Gerade in der Demenz-Forschung, in der viele Herausforderungen noch ungelöst sind, brauchen wir diese zusätzlichen Impulse, um neue Ideen zeitnah umsetzen und Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis übertragen zu können.



