Informationen für Angehörige

Pflege bei Alzheimer und Demenz

Die meisten Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung werden zuhause von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Für die pflegenden Angehörigen bedeutet das eine enorme körperliche und psychische Belastung, die oft über eine längere Zeit andauert. Wir haben einige Informationen und Hinweise zusammengestellt, die pflegenden Angehörigen bei ihrer sehr herausfordernden Aufgabe unterstützen.

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Fragen und Antworten

Die Diagnose Alzheimer kann auch einen Einschnitt in der Sexualität des Betroffenen nach sich ziehen. Da Alzheimer-Patienten Lust empfinden und in einigen Fällen eine sexuelle Enthemmung beobachtet werden kann, hört auch in Pflegeeinrichtungen die Sexualität nicht auf.

Das stellt eine große Herausforderung für die Pflegeeinrichtungen dar, mit der derzeit unterschiedlich umgegangen wird. In vielen Heimen wird das Thema Sexualität noch tabuisiert. Eine klare und übergreifende Leitlinie gibt es bislang nicht. Generell gilt: Wenn bei der Aufnahme eines Alzheimer-Patienten eine Sexualanamnese erfolgt, kann dies die Betreuung erleichtern, da sich Ärzte und Pflegekräfte besser auf den Patienten einstellen können. Dies erfordert aber die nötigen Strukturen – vor allem ein geschultes Personal.

In der Pflegeversicherung gibt es seit dem 1. Januar 2017 einige Neuerungen. Statt wie bisher drei Pflegestufen gibt es jetzt fünf Pflegegrade. Damit soll den unterschiedlichen Bedürfnissen von pflegebedürftigen Menschen besser Rechnung getragen werden. Der Pflegebedürftigkeitsbegriff wurde erweitert. Als pflegebedürftig gelten nicht mehr nur Menschen mit körperlichen Einschränkungen, sondern auch geistig oder psychisch beeinträchtigte Patienten. Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung oder einer anderen Demenz bekommen damit mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung. Gemessen wird die Pflegebedürftigkeit nicht mehr wie bisher am Zeitaufwand, der für Hilfestellungen nötig ist. Entscheidend ist nun, wie selbstständig eine Person ist.

Es gibt eine ganze Reihe von Institutionen, die Ihnen weiterhelfen können. Eine Liste mit überregionalen Stellen finden Sie in unserer Rubrik „Hilfreiche Adressen“. Dort haben Sie Zugriff auf die Datenbank des Wegweisers Demenz - einem Angebot des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wenn Sie einen Menschen mit Alzheimer pflegen, kann die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige sehr hilfreich sein. Pflegende Angehörige sind einer hohen Belastung ausgesetzt und haben ein erhöhtes Risiko dadurch selbst krank zu werden. Der Austausch von Erfahrungen und der aktive Kontakt zu anderen Betroffenen kann Frustration oder Ängste mindern. Angehörigen-Selbsthilfegruppen finden Sie in vielen Städten und Gemeinden. Die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft (DAlzG) betreibt bundesweit Angehörigen-Selbsthilfegruppen. Das Alzheimer-Telefon der DAlzG erreichen Sie unter 01803-171017 (€ 0,09 pro Minute), Sprechzeiten: Mo-Do 9-18 Uhr, Fr 9-15 Uhr.

Titelbild der Broschüre "Leben mit der Diagnose Alzheimer"

Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber

Der Ratgeber Leben mit der Diagnose Alzheimer erläutert, was auf Menschen mit Alzheimer und ihre Familien und Freunde zukommen kann. Beleuchtet werden neben medizinischen und therapeutischen Aspekten auch pflegerische, rechtliche und finanzielle Fragestellungen.
76 Seiten, 2017

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