Einsamkeit macht krank

Soziale Kontakte

Senioren im sozialen Kontakt

Immer mehr Menschen über 70 Jahre leben in Deutschland alleine. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Demgegenüber steht die Entwicklung neuer Wohnformen für Senioren mit und ohne Demenz. Dadurch sollen Senioren in unserer Gesellschaft nicht in Einsamkeit und Isolation geraten. Ein Trend, den wir positiv sehen.

Wenn man älter wird, muss man leider immer häufiger miterleben, dass sich das Umfeld verändert. Ein Grund kann der Tod des Lebenspartners sein. Außerdem leben ältere Menschen nicht immer mit oder in der Nähe ihrer Familien. Deshalb ist es wichtig, weiterhin offen zu sein für neue Begegnungen. Denn Einsamkeit macht krank – emotional und körperlich.

Gesundheitsrisiko: Einsamkeit im Alter

Regelmäßiger Austausch mit anderen ist nicht nur gut gegen Vereinsamung, sondern hilft auch, im Kopf fit zu bleiben. Denn bei sozialen Kontakten ist unser Gehirn vielfach gefordert. Kommunikation mit dem Partner oder in Beziehungen zu anderen Menschen aktiviert die Nervenzellen des Gehirns.

Einsamkeit im Alter und depressive Verstimmungen haben Einfluss sowohl auf die seelische als auch auf die körperliche Gesundheit. Wissenschaftler sehen sogar einen Zusammenhang zwischen einer Depression und Alzheimer: Wer viel allein ist, hat ein doppelt so großes Alzheimer-Risiko, wie jemand mit vielen sozialen Kontakten. Wenn Sie sich einsam fühlen, dann sprechen Sie mit jemandem darüber. Freunde wissen vielleicht einen Rat oder Sie reden mit einem Seelsorger (Ihrer Kirchengemeinde) oder mit einem Psychologen darüber.

Zwei ältere Herren sitzten auf einer Terasse

Empfehlungen zur Alzheimer-Vorbeugung

Besonders wenn Angehörige nicht in der unmittelbaren Umgebung wohnen, sollten Kontakte zu Bekannten gehalten und Freundschaften gepflegt werden. Tauschen Sie sich nicht nur an den Feiertagen sondern regelmäßig mit Ihrer Familie aus, verabreden Sie sich mit Freunden und Gleichgesinnten. Denn zu zweit oder in einer Gruppe beugt man Alzheimer am besten vor. Starten Sie gemeinsame Aktivitäten und schlagen Sie so zwei Fliegen mit einer Klappe. Alle Präventionsmöglichkeiten, die wir Ihnen hier vorstellen, machen gemeinsam mehr Spaß.

Sie können dem Alleinsein aktiv entgegenwirken, indem Sie zusätzlich neue Kontakte knüpfen. Ein Ehrenamt ist eine Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben und etwas Sinnvolles zu tun. Für diese Aufgaben werden oft Menschen mit Erfahrung und Zeit gesucht. Informieren Sie sich bei Ihrer Stadt oder Gemeinde über Ihre Möglichkeiten vor Ort.

Tipps zur Gestaltung Ihrer Freizeit

  • Treffen Sie andere bei Kultur, Musik, Sport und Kunst
  • Nehmen Sie Urlaub vom Alltag und reisen Sie in einer Gruppe
  • Helfen Sie anderen Menschen in Kirchengemeinden, bei sozialen Trägern oder Seniorenwohnheimen
  • Gehen Sie alten oder neuen Hobbys und Interessen nach
  • Nehmen Sie an Sprach-, Handwerks-, Koch-, EDV-, Sport- oder Tanz-Kursen teil
  • Sehen Sie sich nach Sparringspartnern um für Spiele, fürs Lernen oder Fitness


Ganz wichtig dabei ist:

Tun Sie Dinge, die Ihnen ein positives Gefühl geben.

Wohnen im Alter und in Würde

Auf den ersten Blick mag eine Senioren WG eher eine unkonventionelle Lösung sein, um Einsamkeit zu überwinden. Vielleicht erleichtert ein Wohnen auf Probe Ihre Entscheidung, so dass Sie Ihre Meinung dazu ändern. Auch für immer mehr Menschen mit Demenz ist eine betreute Seniorenwohngemeinschaft eine Alternative zum klassischen Pflegeheim. Das Wohnklima ist hier familiärer. Die Mitbewohner übernehmen beispielsweise beim Kochen Aufgaben und erhalten sich so ihre Selbständigkeit. Das gibt Selbstvertrauen und Würde.


Titelbild des Ratgebers "Alzheimer vorbeugen: Gesund leben - gesund altern

Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber

Die Broschüre Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern haben wir gemeinsam mit Alzheimer-Forschern entwickelt. Sie gibt Tipps, wie jeder Einzelne sein Alzheimer-Risiko senken kann, zum Beispiel durch ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung.
32 Seiten, 2016

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