Selbstbestimmt alt werden

Rechtliche Vorsorge

Im Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo der Patient seine Angelegenheiten nicht mehr selbstständig regeln kann. Deshalb ist eine frühzeitige rechtliche Vorsorge wichtig. Denn aufschieben sollte man das Thema auf keinen Fall: Auch in schwersten Krisensituationen gibt es kein gesetzliches Vertretungsrecht für den Ehepartner oder einen volljährigen Verwandten.

Wir stellen Ihnen kurz die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsverfügung und die Patientenverfügung vor. Die Vorsorgevollmacht setzt bei Erstellung uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit voraus, bei den anderen beiden Verfügungen muss zumindest Einwilligungsfähigkeit gegeben sein.

Ineinandergelegte Hände einer Seniorin und umgehängter Brille

Vorsorgevollmacht

Eine Vorsorgevollmacht ermächtigt eine oder mehrere Personen, im Namen des Patienten als rechtlicher Vertreter zu handeln. Das können beispielsweise Bankgeschäfte, die Auswahl des Pflegeheims oder die Vertretung gegenüber Versicherungen, Ämtern und Firmen sein.

Betreuungsverfügung

Menschen, die krankheitsbedingt nicht in der Lage sind, für sich selbst Entscheidungen zu treffen, bekommen vom Gericht eine Betreuung an die Seite gestellt. In einer Betreuungsverfügung kann man festhalten, wen man sich als Betreuer wünscht. Das Gericht wird sich soweit wie möglich nach den Wünschen in der Betreuungsverfügung richten.

Patientenverfügung

In Deutschland hat jeder Mensch das Recht zu entscheiden, ob und wie er medizinisch behandelt wird. Der behandelnde Arzt benötigt deshalb für jede Therapie die Zustimmung des Patienten. Mit einer Patientenverfügung kann man festlegen, welche medizinische und pflegerische Behandlung gewünscht ist, für den Fall, dass man sich selbst nicht mehr äußern oder mitteilen kann.


  • Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Informationsset Rechtliche Vorsorge, die Sie hier kostenfrei bestellen können.
  • Warum es auch sinnvoll ist, ein Testament zu machen und was es dabei zu bedenken gibt, erfahren Sie hier.

Ihre Ansprechpartnerin

Dagmar Lumpp
Referentin Zustiftungen und Erbschaften

Tel.: 0211 - 86 20 66 25
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