Weitere Unterstützungsmöglichkeiten der Pflegekassen

Für Geräte und Sachmittel (z.B. Hygieneartikel), die zur häuslichen Pflege notwendig sind oder dazu beitragen, dem Pflegebedürftigen mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen, stehen monatlich pauschal 40 Euro zur Verfügung.

Bei der Verhinderungspflege kann die Pflegekasse die Kosten für eine Pflegevertretung übernehmen, wenn der pflegende Angehörige krank ist oder einmal Urlaub machen möchte. Insgesamt stehen pro Kalenderjahr dafür bis zu 2.418 Euro für bis zu sechs Wochen bereit.

Die Kurzzeitpflege kann genutzt werden, wenn der Patient für eine Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen ist, zum Beispiel im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Eine Ersatzpflege von bis zu vier Wochen wird mit 1.612 Euro unterstützt. Nicht beantragte Mittel aus der Verhinderungspflege können auf die Kurzzeitpflege angerechnet werden und den Zeitraum auf maximal acht Wochen verlängern.

Wird der Pflegebedürftige zu Hause gepflegt, kann es hilfreich sein, die Wohnung individuell anzupassen. Dafür stehen bis zu 4.000 Euro zur Verfügung.

Für die Pflege zuhause können zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch genommen werden. Diese sollen zum Beispiel bei der hauswirtschaftlichen Versorgung oder der Organisation des Pflegealltags unterstützen. Alle Pflegebedürftige, die ambulant gepflegt werden, erhalten einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich.

Gemäß Familienpflegezeitgesetz können Beschäftigte ihre Arbeitszeit für maximal zwei Jahre auf bis zu 15 Stunden reduzieren. Während dieser Zeit bekommen sie eine Gehaltsaufstockung um die Hälfte des reduzierten Lohns oder Einkommens. Nach der Rückkehr zur alten Arbeitszeit wird bis zum Ausgleich der Gehaltsaufstockung weiterhin das reduzierte Gehalt gezahlt.

Zwei Menschen geben sich die Hand

Teil- und vollstationäre Leistungen

Menschen mit Alzheimer sind nicht automatisch zu Hause am besten aufgehoben. Auch wenn Patienten in teilstationärer Pflege (Tages- oder Nachtpflege) oder vollstationärer Pflege untergebracht sind, stehen ihnen Leistungen aus der Pflegeversicherung zu. Die Leistungen für die teilstationäre Pflege werden zusätzlich zu den Geld- bzw. Sachleistungen für die häusliche Pflege gezahlt.

Pflegebedürftigkeit in Graden Teilstationäre Leistungen (Leistungen pro Monat in Euro) Vollstationäre Leistungen (Leistungen pro Monat in Euro)
Pflegegrad 1 bis zu 125 Euro einsetzbarer Entlastungsbeitrag Zuschuss in Höhe von 125 Euro monatlich
Pflegegrad 2 689 770
Pflegegrad 3 1.298 1.262
Pflegegrad 4 1.612 1.775
Pflegegrad 5 1.995 2.005

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