Smartphone-Tests zur Vorhersage des Alzheimer-Risikos
Projektdetails:
| Thematik: | Diagnostik |
|---|---|
| Förderstatus: | laufend |
| Art der Förderung: | Research |
| Institution: | Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen |
| Projektleitung: | Dr. David Berron |
| Laufzeit: | 01. Januar 2026 - 31. Dezember 2028 |
| Fördersumme: | 200.000,00 Euro |

Sarah Rinka
Was wird erforscht?
Aktuelle klinische Studien belegen, dass die neuen Antikörpermedikamente umso wirksamer sind, je früher die Therapie beginnt. Seit 2025 sind diese Medikamente in der EU zugelassen und auch in Deutschland verfügbar Es gibt bereits Antikörper-Studien mit Menschen, bei denen Alzheimer-Biomarker nachweisbar sind, die aber noch keine Alzheimer-Symptome zeigen. Diese Menschen befinden sich in einer präklinischen Phase der Alzheimer-Erkrankung. Unser Gesundheitssystem ist jedoch aktuell nicht darauf ausgelegt, Menschen ab einem bestimmten Alter systematisch auf frühe Alzheimer-Anzeichen zu untersuchen, Personen mit einem erhöhten Risiko zu identifizieren oder ihren Krankheitsverlauf engmaschig zu beobachten. Dr. David Berron vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Magdeburg möchte diese Lücke schließen: mit regelmäßigen Gedächtnistests auf dem Smartphone, die bequem und kontinuierlich zu Hause durchgeführt werden können.
Wie geht Dr. David Berron dabei vor?
Bereits erhobene Daten aus Smartphone-Apps und Blutbiomarkern werden ausgewertet, um herauszufinden, welche kognitiven Veränderungen besonders früh auftreten. Zudem soll ermittelt werden, wie sich die kognitiven Veränderungen über die Zeit weiterentwickeln. Gegen Ende des Projekts sollen die Ergebnisse zur Erkennung, Vorhersage und Beobachtung von Menschen in einer präklinischen Phase in einem realen Anwendungsszenario getestet werden.
Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?
Mit Hilfe der Smartphone-App möchte Dr. David Berron erreichen, dass die Alzheimer-Krankheit bei Menschen im präklinischen Stadium bereits erkannt werden kann. Das ist wichtig, um geeignete Teilnehmende für klinische Studien zur Medikamentenentwicklung zu finden und die Wirksamkeit neuer Wirkstoffe in dieser frühen Phase besser untersuchen zu können. Sollte es künftig Therapien für diese frühe Phase geben, wäre eine solche Früherkennung entscheidend, um die Menschen rechtzeitig zu behandeln. Im besten Fall könnte so verhindert werden, dass Alzheimer-Symptome überhaupt auftreten.
Warum ist dieses Projekt besonders aussichtsreich?
"Weil häufige und regelmäßige digitale Gedächtnistests auf dem Smartphone sehr frühe, noch subtile Veränderungen der Gedächtnisleistung erfassen können. Diese Messungen lassen sich bequem zu Hause durchführen und liefern detaillierte Informationen, die mit klassischen Tests oft unentdeckt bleiben."
Wofür werden die Fördermittel verwendet?
Die Fördermittel entfallen auf Personalkosten (200.000 Euro).
Schauen Sie sich hier die Videobotschaft von Dr. Berron an.
Steckbrief:
Dr. David Berron
1986
Riedlingen
2012
Hobbys:
Brotbacken, Laufen und Musik

Sarah Rinka
Ich bin in der Demenzforschung tätig, weil...
mich die funktionelle Architektur unseres Gedächtnisses fasziniert und ich verstehen möchte, wie die Alzheimer-Erkrankung in verschiedenen Krankheitsstadien zu spezifischen Veränderungen der Gedächtnisfunktionen führt. Besonders wichtig ist mir, diese Veränderungen früh zu erfassen, besser einzuordnen und für klinische Studien und die Gesundheitsversorgung verfügbar zu machen.
Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren...
zu besseren diagnostischen Verfahren und Therapien für frühe Erkrankungsphasen geführt hat, um den Krankheitsverlauf noch stärker positiv zu beeinflussen und Patient*innen sowie ihren Familien zu ermöglichen, besser mit der Erkrankung zu leben.
Persönliche Nachricht:
Liebe Spender*innen,
mein Team und ich danken Ihnen herzlich für Ihr Engagement! Dank Ihrer großzügigen Unterstützung wollen wir mit smartphone-basierten Untersuchungsmethoden die früheste Phase der Alzheimer-Erkrankung besser verstehen. Damit leisten auch Sie einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung klinischer Studien in der Medikamentenentwicklung und hoffentlich zur Verbesserung der zukünftigen Versorgung von Patient*innen in frühen Krankheitsstadien. Vielen herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.



