Das Tau-Protein als therapeutisches Ziel

Projektdetails:

Thematik: Therapie
Förderstatus: laufend
Art der Förderung: Standard Projekt
Institution: Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg
Projektleiter: Prof. Dr. Susanne Aileen Funke
Laufzeit: 01. November 2017 - 31. Oktober 2019
Fördersumme: 99.100,00 Euro
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Was wird erforscht?

Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zu Ablagerungen von zwei bestimmten Proteinen (Eiweiße). Das Beta-Amyloid verklumpt zu „Plaques“ und das Tau-Protein lagert sich zu Faserbündeln, den sogenannten „Tangles“ zusammen. Alzheimer-Forscher konnten bislang nicht sicher aufklären, welche Protein-Ablagerung schädlicher ist und wie beide Proteine miteinander interagieren. Während sich die therapeutische Forschung bisher sehr auf Beta-Amyloid konzentriert hat, gibt es zum Tau-Protein nur wenige Erkenntnisse. Möglicherweise ist das Tau-Protein sogar das effektivere therapeutische Ziel, da seine krankhaften Veränderungen mit dem Verlauf der Alzheimer-Krankheit besser zusammenpassen. Deshalb widmet sich Prof. Dr. Susanne Aileen Funke von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg dem Tau-Protein.

Wie geht Prof. Dr. Susanne Aileen Funke dabei vor?

Prof. Funke möchte mit ihrer Arbeitsgruppe kleine Proteinbausteine, auch Peptide genannt, entwickeln. Diese sollen so geformt sein, dass sie sich an Vorstufen der Tau-Fasern, den sogenannten Tau-Monomeren anheften können. So könnten diese Peptide die Zusammenlagerung der Tau-Monomere zu schädlichen Fasern verhindern. Die Experimente werden sowohl in Zellkulturen als auch im Fadenwurm durchgeführt.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

In der Vergangenheit hat sich in Studien gezeigt, dass Wirkstoffe gegen Beta-Amyloid kaum konkrete Behandlungserfolge erzielen konnten. Die Coburger Forscher um Prof. Funke wollen in diesem Projekt herausfinden, inwiefern das Tau-Protein ein therapeutisches Ziel sein kann. Im Projekt sollen Wirkstoffe identifiziert werden, welche die Bildung von Faserbündeln verhindern können.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel entfallen auf Personalkosten für eine Doktorandenstelle (67.600 Euro), Labormaterialen (29.000 Euro) sowie Reisekosten für die Teilnahme an einer internationalen Konferenz (2.500 Euro).


Forschersteckbrief:

Prof. Dr. Susanne Aileen Funke

Jahrgang:
1975
Alzheimer-Forscher seit:
2006
Geburtsort:
Witten an der Ruhr
Familienstand:
verpartnert

Hobbys:
Reitsport, Fitness, Kulinarik, Literatur

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Ich bin Alzheimer-Forscher, weil...

mich der anwendungsbezogene Aspekt meiner Forschung besonders motiviert. Ich hoffe dazu beitragen zu können, das Leid der zahlenmäßig immer stärker werdenden Betroffenen eines Tages mindern zu können.

Mein Forschungsprojekt ist besonders aussichtsreich, weil...

es das Tau-Protein in den Fokus stellt. Forschungsansätze zur Verhinderung der Tau-Pathologie sind eine wichtige Ergänzung zu den Ansätzen, die auf die Verhinderung der Abeta-Aggregation abzielen.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren...

soweit gediehen ist, dass ich mich nach einem neuen Betätigungsfeld umsehen muss. Das ist vor allem den vielen Betroffenen zu wünschen.

Persönliche Nachricht:

Ich bin wahnsinnig dankbar, meine Forschungsansätze mit Ihrer Hilfe weiter verfolgen zu können! Private Forschungsförderung ist für uns Wissenschaftler an Hochschulen für angewandte Wissenschaften besonders wichtig, da unsere Grundfinanzierung keine Gelder für Forschung beinhaltet. Da macht das Forschen zu einer größeren Herausforderung.

Oma riecht an Blume

Ein Moment wie ein heller Sonnenstrahl ...

Alzheimer-Patienten erleben immer wieder klare Momente. In diesen „Sonnen-Momenten“ haben sie wieder Zugang zu ihrem Wissen und ihrer Persönlichkeit. Lesen Sie die berührende Geschichte über Anna G. und ihre „Sonnen-Momente“:

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