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Moderne Bildgebung als neues Werkzeug zur Risikoerkennung von Alzheimer?

Projektdetails:

Thematik: Diagnostik
Förderstatus:laufend
Art der Förderung:Early Career
Institution:Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen
Projektleitung:Dr. Alexandra Koch
Laufzeit:01. Januar 2026 - 31. Dezember 2027
Fördersumme:60.000,00 Euro

Was wird erforscht?

Demenzerkrankungen können unterschiedliche Ursachen haben. Bei der Alzheimer-Krankheit sterben Nervenzellen ab und eine vaskuläre Demenz entsteht durch Durchblutungsstörungen. Bei beiden Erkrankungen, sowie bei den noch häufiger vorkommenden gemischten Demenzformen,  können schon im Anfangsstadium feine Veränderungen in der weißen Hirnsubstanz auftreten. Je früher eine Demenz erkannt wird, desto einfacher ist es, die Ursachen für diese Veränderungen zu verstehen und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das moderne Bildgebungsverfahren Diffusions-MRT hat eine besonders hohe Sensitivität. Damit kann man bereits sehr früh Veränderungen in der weißen Hirnsubstanz erkennen. Bisher gibt es nur einige wenige Bevölkerungsstudien, bei denen zur Beobachtung dieser Gehirnveränderungen über die Zeit dieses besondere Bildgebungsverfahren eingesetzt wurde. Eine dieser Studien ist die Rheinland-Studie. Dr. Alexandra Koch vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn möchte anhand der Rheinland-Studie die Einflussfaktoren für solche Strukturveränderungen in der weißen Substanz des Gehirns untersuchen.

Wie geht Dr. Alexandra Koch dabei vor?

Im Projekt arbeitet Dr. Alexandra Koch mit den Daten der Rheinland-Studie, die neben Diffusions-MRT-Daten auch klinische und verhaltensbasierte Daten, sowie Informationen zu Genen, Proteinen und Stoffwechselprodukten umfasst.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Dr. Alexandra Koch möchte in ihrem Projekt die Einflussfaktoren auf die Strukturveränderungen in der weißen Hirnsubstanz untersuchen. Außerdem soll überprüft werden, ob das Diffusions-MRT zur Vorhersage von künftigem Nervenzellsterben eingesetzt werden kann. Sollte das der Fall sein, könnten Diffusions-MRT künftig als frühes Diagnostik-Werkzeug für Alzheimer und andere Demenzen angewendet werden.

Warum ist dieses Projekt besonders aussichtsreich? 

"Weil wir modernste Technologien und umfangreiche Gesundheitsdaten nutzen, um in einer Längsschnittstudie die potentiell bereits im Anfangsstadium der Alzheimer-Krankheit auftretenden feinen Strukturveränderungen im Gehirn zu untersuchen. Denn je früher Demenzstadien erkannt werden können, desto einfacher ist es, die Ursachen für die Veränderungen zu bestimmen und wirksame Maßnahmen gegen sie zu entwickeln und anzuwenden."

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel werden für Personalkosten (60.000 Euro) verwendet.

 

Schauen Sie sich hier die Videobotschaft von Dr. Koch an. 


Steckbrief:

Dr. Alexandra Koch

Geburtsjahr:
1986
Geburtsort:
Halle
In der Demenz-Forschung seit:
2018

Hobbys:
Familie, Reisen, Singen, Yoga

Ich bin in der Demenzforschung tätig, weil…

mich fasziniert, wie feine Strukturen des Gehirns mit modernen bildgebenden Technologien untersucht und in Zusammenhang mit beeinflussbaren Risikofaktoren für die Gehirngesundheit gebracht werden können, um so Erkenntnisse zur Prävention der Alzheimer-Krankheit zu gewinnen

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…

viele beinflussbare Risikofaktoren und auch Schutzfaktoren für unsere Gehirngesundheit ausgemacht haben wird, um das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu verlangsamen oder im besten Fall einen Ausbruch der Krankheit ganz vorzubeugen.

Persönliche Nachricht:

Liebe Spender*innen,

ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung bedanken. Durch Ihre Spende an die Alzheimer Forschung Initiative e. V. fördern Sie mein Forschungsprojekt und noch viele andere, die notwendig sind, um die Alzheimer-Krankheit besser zu verstehen und dem gemeinsamen Ziel, der Prävention und der Therapie dieser Krankheit, näher zu kommen. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und ich freue mich sehr, dass ich als Nachwuchswissenschaftlerin mit meinem Forschungsprojekt dank Ihrer wertvollen Unterstützung einen Beitrag dazu leisten kann.

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