Alzheimer-Therapie durch einen verbesserten Abtransport von überschüssigem Amyloid-beta
Projektdetails:
| Thematik: | Therapie |
|---|---|
| Förderstatus: | laufend |
| Art der Förderung: | Research |
| Institution: | Universitätsmedizin der JGU Mainz |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Claus Pietrzik |
| Laufzeit: | 01. Januar 2026 - 31. Dezember 2028 |
| Fördersumme: | 200.000,00 Euro |

Was wird erforscht?
Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zu Ablagerungen des Proteins Amyloid-beta im Gehirn. Das kann entweder durch eine vermehrte Produktion oder durch einen verminderten Abbau überschüssiger Proteine passieren. Der Abtransport von Amyloid-beta erfolgt über die Blut-Hirn-Schranke. Mit zunehmendem Alter lässt diese Transportfunktion nach. Prof. Dr. Claus Pietrzik von der Universität Mainz möchte in seinem Projekt einen neuen therapeutischen Ansatz untersuchen, bei dem der Abtransport überschüssigen Amyloid-beta-Proteins über die Blut-Hirn-Schranke gezielt stimuliert wird. Dafür soll ein Antikörper eingesetzt werden, der - im Gegensatz zu anderen Antikörpertherapien – nicht im Gehirn wirkt, sondern ein Transportprotein an der Blut-Hirn-Schranke aktiviert.
Wie geht Prof. Dr. Claus Pietrzik dabei vor?
Durch die Verabreichung des Antikörpers soll in einem Alzheimer-Mausmodell der Abtransport von überschüssigem Amyloid-beta gesteigert werden. Zudem wird überprüft, ob diese Therapieoption mit einer verbesserten kognitiven Leistung einhergeht.
Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?
Das Ziel ist die Entwicklung eines neuen therapeutischen Ansatzes, der eine höhere Wirksamkeit erreichen soll, weil der Antikörper außerhalb des Gehirns wirkt. Das wäre der Vorteil gegenüber bisherigen Therapien, da die Blut-Hirn-Schranke den Eintritt von Antikörpern ins Gehirn stark begrenzt.
Warum ist dieses Projekt besonders aussichtsreich?
"Da wir versuchen ein bereits anderwärtig eingesetztes und zugelassenes Medikament, welches wir bereits im Mausmodel erfolgreich getestet haben nun im Menschen auf seine Wirksamkeit bei Alzheimer überprüfen möchten."
Wofür werden die Fördermittel verwendet?
Die Fördermittel entfallen auf Personalkosten (129.000 Euro), Labormaterialien (54.000 Euro), Tierhaltungskosten (13.500 Euro) und Reisekosten (3.500 Euro).
Schauen Sie sich hier die Videobotschaft von Prof. Pietrzik an.
Steckbrief:
Prof. Dr. Claus Pietrzik
1966
Geseke
1998
Hobbys:
Segeln

Ich bin in der Demenzforschung tätig, weil…
es weiterhin große Verständnislücken bei dem Entstehen und dem Fortschreiten der sporadischen Alzheimer-Krankheit gibt. Ich möchte einen Beitrag, so klein wie er auch sein mag, leisten, um einen Baustein zum Verständnis des Gesamtkomplexes der Entstehung der Alzheimer-Krankheit liefern zu können.
Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…
Therapieansätze erforschen kann, die frühzeitig in den Entstehungsprozess der Erkrankung eingreifen können. Das grundsätzliche Verständnis der Krankheitsentstehung wird uns helfen einen Weg in Richtung dieses Ziels zu finden.
Persönliche Nachricht:
Sehr geehrte Spenderinnen und Spender, meine Arbeitsgruppe und ich bedanken uns ganz herzlich für Ihre großzügige Unterstützung! Durch Ihr uneigennütziges Engagement für die Alzheimer-Forschung kann unser Projekt zeitnah umgesetzt werden. Ihre direkte Unterstützung kann nicht hoch genug angerechnet werden, da Sie bereits indirekt seit vielen Jahren die deutsche Forschungslandschaft unterstützen, denn Sie zahlen Steuern. Jetzt haben Sie sich entschlossen nochmals unterstützend einzugreifen, durch die direkte Förderung der Alzheimer-Forschung und in diesem Fall unseres Projektes mit einem theoretischen Therapieansatz. Im Gegensatz zu den steuerlich unterstützten Förderungsinstrumenten, welche die gesamte Forschungslandschaft in Deutschland fördern, wie z.B. der Deutschen Forschungsgemeinschaft, kann die AFI zielgerichtet krankheitsbezogen einzelne Projekte stärken. Nur durch Ihre Hilfe ist dies möglich und wird von allen Alzheimer-Wissenschaftlern und ebenfalls von mir mit Dankbarkeit und Demut honoriert. Denn Ihre Unterstützung zeigt uns, dass wir besser werden müssen, um die Krankheit zu verstehen und gegebenenfalls behandeln zu können.



