Buntes Essen hilft grauen Zellen
Eine gesunde Ernährung gilt als wichtiger Baustein für die Hirngesundheit. Doch welche Rolle spielen einzelne Inhaltsstoffe konkret?
Dieser Frage ist ein Forschungsteam um Prof. Dr. Gunther Eckert an der Universität Gießen in einem von der Alzheimer Forschung Initiative geförderten Projekt nachgegangen.
Im Fokus standen dabei sogenannte Polyphenole – natürliche Pflanzenstoffe, die zum Beispiel in Trauben, Tomaten und Oliven vorkommen und als potenziell schützend für die Gesundheit gelten.

Syda Productions/Canva
Projekt: Schutz vor Alzheimer durch Bewegung und Ernährung
Alzheimer ist noch nicht heilbar und es wird wahrscheinlich noch Jahre dauern, bis wir wirksame Therapien haben. Umso wichtiger ist es, Alzheimer vorzubeugen. Wir können unser Erkrankungsrisiko um bis zu 45 Prozent durch eine gesundes und aktives Leben senken.
Eine gesunde Ernährung sowie körperliche und geistige Fitness sind dabei wichtige Bausteine, wie Prof. Dr. Gunther Eckert, Professor für Ernährung in Prävention und Therapie am Institut für Ernährungswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen herausgefunden hat.
Insgesamt dreimal haben wir die wichtige Forschung von Prof. Eckert mit Ihren Spenden unterstützt.

AFI
Was hat Prof. Eckert herausgefunden?
Prof. Dr. Eckert und sein Team konnten zeigen, dass eine Ernährung mit polyphenolreichen Lebensmitteln, wie Trauben, Oliven oder Heidelbeeren bei Mäusen lebensverlängernd wirkt, insbesondere zusammen mit geistiger Anregung und körperlicher Bewegung.
In seinen Untersuchungen verwendete Prof. Eckert polyphenolreiche Weintrauben, Oliven und Heidelbeeren.
Er stellte fest:
- dass damit das Langzeitgedächtnis von Mäusen verbessert wurde und
- die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, gestärkt wurden, insbesondere wenn die Mäuse außerdem noch körperlich und geistig stimuliert wurden.
All dies wirkte sich positiv auf die Lebenserwartung der Mäuse aus.

Prof. Eckert
Gesünderes Gehirn dank Polyphenolen
Prof. Eckerts Forschungen und andere Studien zeigen: Eine Ernährung, die reich an Polyphenolen ist, unterstützt die Gesundheit Ihrer grauen Zellen. Treiben Sie es also ruhig bunt in Ihrer Küche und essen Sie abwechslungsreich und frisch.
Bunte Lebensmittel wie Weintrauben, Tomaten, Heidelbeeren oder Rotkohl enthalten besonders viel Polyphenole und sind damit gut für Ihr Gehirn, denn sie fördern die Durchblutung, hemmen Entzündungen und unterstützen die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen.
Wenn Sie zusätzlich regelmäßig körperlich aktiv sind und geistig fit bleiben, leisten Sie bereits viel, um Ihr Alzheimer-Risiko zu senken.

Vesmil/Canva

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Forschung geht weiter
Dieses Projekt zeigt, wie einzelne Bausteine dazu beitragen, Alzheimer besser zu verstehen. Viele Fragen sind noch offen – und genau hier setzt weitere Forschung an.
Mehr zum Thema erklärt Prof. Dr. Gunter Eckert in einem ausführlichen Vortrag zur Frage, ob Ernährung vor Alzheimer schützen kann. Zum Vortrag



