Kann ein Antikörper Alzheimer aufhalten?
Bei der Alzheimer-Krankheit entstehen die ersten Schädigungen an den Nervenzellen durch winzig kleine, frei herumschwirrende Eiweißklümpchen, sogenannte Amyloid-beta-Oligomere noch bevor die bekannten Alzheimer-Plaques überhaupt entstehen. Diese Oligomere docken an einen ganz bestimmten Rezeptor auf den Zellen an – das sogenannte Prion-Protein – und lösen eine gefährliche Kettenreaktion aus.
Dr. Hermann Altmeppen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat einen Antikörper entdeckt, der genau an diesem Punkt angreift: Er blockiert das Prion-Protein, aktiviert gleichzeitig eine körpereigene Schutzfunktion – und könnte damit einen völlig neuen Weg in der Alzheimer-Therapie eröffnen.
Lassen Sie uns diese Krankheit besiegen!
Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Krankheit, um Alzheimer zu verstehen – und endlich zu heilen. Mit Ihrer Unterstützung können wir vielversprechende Projekte wie dieses fördern und voranbringen. Denn eines ist klar: Je mehr Forschung wir finanzieren können, desto schneller rückt eine wirksame Therapie in greifbare Nähe. Bitte helfen Sie uns dabei. Jede Spende zählt und bringt uns gemeinsam einen Schritt näher an eine Welt ohne Alzheimer.
Spenden Sie 30 Euro für 50 Paar Schutzhandschuhe, die im Labor täglich gebraucht werden.
75 Euro reichen für eine Packung Objektträger für die Untersuchung unter dem Mikroskop.
Etwa 150 Euro kosten 100 Reagenzgläser zur Untersuchung von Flüssigkeiten.
Wie kämpft ein Antikörper gegen Alzheimer?
Was wird erforscht?
Bei der Alzheimer-Krankheit lagert sich das Protein Amyloid-beta im Gehirn ab. Noch bevor daraus die bekannten Plaques entstehen, gibt es ein besonders kritisches Frühstadium: Kleine Proteinzusammenlagerungen, sogenannte Oligomere, schwirren frei durch das Gehirn und docken an einen Rezeptor namens Prion-Protein an – mit fatalen Folgen für die Nervenzellen. Dr. Altmeppen hat einen Antikörper entdeckt, der diesen Prozess unterbricht: er bindet an das Prion-Protein und bewirkt dadurch die vermehrte Freisetzung des körpereigenen Enzyms ADAM10, einer molekularen Schere, die unter anderem die Bindung von Amyloid-beta-Oligomeren an die Nervenzelle verhindert. Im Projekt werden dieser und ein weiterer Antikörper auf ihre therapeutische Wirksamkeit und Verträglichkeit hin untersucht.

Matthias Fischer
Was macht das Projekt so vielversprechend?
Dr. Altmeppen und sein Team setzen auf einen Mechanismus, den der Körper selbst bereits kennt – sie wollen ihn auf verträgliche Weise gezielt verstärken. Das Besondere: Das Forschungsteam adressiert ein bislang wenig beachtetes „Puzzlestück" der Krankheit und schafft damit die Grundlage für künftige Kombinationstherapien, die mehrere Krankheitsprozesse gleichzeitig angreifen. Genau das könnte der entscheidende Durchbruch auf dem Weg zu einer wirksamen Alzheimer-Therapie sein.

Giovanna Galliciotti, UKE Hamburg
Liebe Spender*innen, meine Kollegen und ich danken Ihnen für diese großzügige Unterstützung unseres Forschungsprojektes, dessen Umsetzung andernfalls nicht möglich wäre. Mit Ihrer finanziellen Hilfe sind wir in der Lage, einen detaillierten Blick auf eines der zahlreichen noch unzulänglich verstandenen Puzzlestücke der Alzheimer-Krankheit zu werfen. [...] Durch Ihre Förderung vieler solcher Projekte, die in der öffentlichen/staatlichen Forschungsförderung leider sehr oft leer ausgehen, helfen Sie mit, das Puzzle bzw. Gesamtbild „Alzheimer“ zu vervollständigen. Letzteres ist entscheidend für neuartige, wirksame Therapieoptionen. [...] Für all dies danke ich Ihnen ganz herzlich.
Dr. Hermann Clemens Altmeppen, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf






