Zum 150. Geburtstag von Alois Alzheimer: Wir haben „Alzheimers Erben“ befragt

  |   Forschung

Alois Alzheimer erblickte am 14. Juni 1864 im unterfränkischen Marktbreit das Licht der Welt. 42 Jahre später beschrieb er als Arzt in Frankfurt am Main erstmals die nach ihm benannte Alzheimer-Krankheit. Nach dem Tod seiner Patientin Auguste D. hatte er bei ihr eine „eigenartige Erkrankung der Hirnrinde“ festgestellt, die durch Eiweißablagerungen bedingt war.

Der Wissenstand von Alois Alzheimer ist dank intensiver Forschung vor allem in den letzten 20 Jahren stark erweitert worden. Zum 150. Geburtstag von Alois Alzheimer hat die AFI die heutige Generation der Alzheimer-Forscher befragt. Insgesamt 203 Forscher an Universitäten und öffentlichen Einrichtungen beteiligten sich an der Online-Umfrage.

Reagenzgläser

Die spannendsten Ergebnisse im Überblick:

Bluttest möglich: 50 % der befragten Forscher gehen davon aus, dass in spätestens zehn Jahren ein Bluttest zur Diagnose zur Verfügung stehen wird, 14 % halten dies bereits in den nächsten fünf Jahren für wahrscheinlich.

Forscher privat involviert: 41 % der Alzheimer-Forscher haben selber Angst einmal an Alzheimer zu erkranken, 23 % haben einen Alzheimer-Patienten in ihrer Familie oder ihrem engeren Bekanntenkreis.

Alle Forschungsfelder relevant: 46 % der Wissenschaftler halten alle Forschungsfelder für gleich wichtig. 34 % sprechen sich dafür aus, dass vor allem mehr Geld in die Grundlagenforschung fließt.

Weltweite Forschung: 95 % der Alzheimer-Forscher empfinden die Vernetzung mit anderen Forschern über die Ländergrenzen hinweg als wichtig.

ForscherInnen: 35 % der Befragten sind weiblich und 73 % aller Befragten leiten eine Forschungsgruppe.

Viel Forschung, wenig Geld: 92 % der Alzheimer-Forscher fehlen oftmals die finanziellen Mittel, um ihre Ideen umsetzen zu können. Vier von fünf Befragten (80 %) sehen deshalb die Politik in der Verantwortung und wünschen sich eine größere Unterstützung von Bund und Ländern. Die Lücke füllen können auch private Drittmittelgeber: 77 % der Forscher wurden ein oder mehrere Male in ihrer Arbeit durch private Organisationen wie die AFI unterstützt.

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