Mit rund 60 bis 70 Prozent aller Fälle ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste Demenzform. Weitere Formen der Demenz sind die vaskuläre Demenz (etwa 15 Prozent), die Lewy-Körperchen-Demenz sowie die Frontotemporale Demenz. Eine Demenz kann sich auch nach einem Schlaganfall, durch langjährigen Alkoholkonsum oder nach wiederholten Hirnverletzungen entwickeln.
Die Häufigkeit von Demenz nimmt mit dem Alter deutlich zu. Fachleute sprechen hier von der sogenannten Prävalenz – also dem Anteil der Menschen in einer Bevölkerung, die mit einer Demenz leben.
Demenz in Europa: aktuelle Zahlen und Entwicklung
Auch für Europa liegen aktuelle Zahlen zur Demenzstatistik vor: Derzeit leben hier rund 12 Millionen Menschen mit einer Demenz. Bis zum Jahr 2050 könnte diese Zahl auf etwa 20 Millionen steigen. Hauptgrund ist die alternde Bevölkerung.
In Deutschland leben aktuell rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Auch hier wird ein deutlicher Anstieg in den kommenden Jahrzehnten erwartet.
Frauen erkranken häufiger an Demenz. Gleichzeitig leisten sie einen Großteil der Betreuung und Pflege.
Ohne Fortschritte in Behandlung und Prävention wird die Zahl der Erkrankungen weltweit weiter zunehmen. Für das Jahr 2030 werden etwa 78 Millionen Menschen mit Demenz erwartet, bis 2050 könnten es bereits 139 Millionen sein.
Quellen: WHO Factsheet Dementia, Alzheimer Report Europe 2025





