„Die Wissenschaft gibt nicht auf!“
Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt, 11. September 2025

Am 11. September 2025 kamen am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt 270 Besucherinnen und Besucher zusammen, um sich über aktuelle Fortschritte in der Alzheimer-Forschung und praktische Präventionsmöglichkeiten zu informieren. Unsere Botschafterin Okka Gundel führte durch den Abend.
Besonderes Augenmerk lag auf den neuesten Entwicklungen im Bereich der Antikörper-Wirkstoffe. Prof. Dr. Lutz Frölich stellte die vielversprechenden Ergebnisse aktueller Studien vor und erklärte, wie solche Therapien dazu beitragen könnten, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Er ging auf die Wirkungsweise der neuen Medikamente, die möglichen Nebenwirkungen und die Zugangsbeschränkungen für Patientinnen und Patienten mit bestimmten genetischen Merkmalen ein. Trotz einiger Einschränkungen bezeichnete er die beiden Medikamente Leqembi und Kisunla als großen Fortschritt – auch wenn das Ziel einer Heilung noch nicht erreicht ist. Aber: „Die Wissenschaft gibt nicht auf!“, wie er zum Abschluss betonte.
Neben den medikamentösen Ansätzen wurde auch das Thema Prävention intensiv beleuchtet. Prof. Dr. Johannes Pantel machte deutlich, dass ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung, geistiger Aktivität und sozialer Teilhabe einen wichtigen Beitrag leisten kann, das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung zu verringern. Ebenfalls wichtig für ein gesundes Altern sei die Behandlung von medizinischen Risiken – wie Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes. Sobald diese medizinischen Risikofaktoren aber adäquat behandelt werden, erhöhen sie das individuelle Erkrankungsrisiko nicht mehr, konnte Prof. Pantel die Anwesenden beruhigen. Allgemein riet er zu einem aktiven und bewussten Lebensstil – „Fernsehen gehört nicht dazu“, so Prof. Pantel.
In einem abschließenden Publikumsgespräch standen beide Experten den Teilnehmenden noch einmal Rede und Antwort. Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten sowie Unterstützenden. Die große Resonanz verdeutlicht, wie wichtig solche Veranstaltungen sind, um Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen und das Bewusstsein für Prävention und neue Therapieansätze zu stärken.
Den ausführliche und bebilderte Nachbericht als Download herunterladen.
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Christian Leimbach
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
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