Für die Wissenschaft von unschätzbarem Wert

Gehirnspende für die Alzheimer-Forschung

Die Alzheimer-Krankheit verändert das Gehirn. Um diese Veränderungen möglichst genau zu untersuchen, sind Forschende auch auf menschliches Hirngewebe angewiesen. Tiermodelle und andere Modellsysteme können die Vorgänge im menschlichen Gehirn nicht vollständig abbilden.

Gehirnspenden helfen dabei, Krankheitsprozesse besser zu verstehen, Diagnosen zu überprüfen und neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Hirngewebebanken, auch „Brain Banks“ genannt, sammeln, untersuchen und bewahren gespendetes Hirngewebe auf und stellen es für Forschungsprojekte zur Verfügung. Die DZNE Brain Bank sammelt Gewebe für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und ist dafür auf Gewebespenden angewiesen.

Wichtiger Hinweis: Die Alzheimer Forschung Initiative nimmt selbst keine Gehirn- oder Gewebespenden entgegen und vermittelt diese auch nicht. Ansprechpartner für Informationen und die Registrierung ist die DZNE Brain Bank.


Wichtige Fragen und Antworten

Kann man sein Gehirn für die Forschung spenden?

Ja. Eine Gehirnspende für die Forschung ist nach dem Tod möglich. Für die Erforschung von Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen werden sowohl Gewebespenden von erkrankten Menschen als auch von Menschen ohne bekannte neurologische oder psychiatrische Erkrankung benötigt. Ihr Gewebe dient der Forschung unter anderem als Vergleichsmaterial.

Wie kann ich eine Gehirnspende zu Lebzeiten vorbereiten?

Wer sein Gehirn nach dem Tod für die Forschung spenden möchte, sollte sich frühzeitig bei der DZNE Brain Bank informieren und dort registrieren lassen. Dafür wird zu Lebzeiten eine schriftliche Einwilligung erteilt. Nach der Registrierung erhalten Spender einen Spenderausweis. 

Die Einwilligung kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen werden.

Wie läuft eine Gehirnspende nach dem Tod ab?

Im Todesfall wird die DZNE Brain Bank über die 24-Stunden-Hotline informiert – zum Beispiel durch Angehörige, ärztliches Personal oder Pflegepersonal. Von dort wird die Überführung der verstorbenen Person zur nächstgelegenen Einrichtung der DZNE Brain Bank organisiert.

Dort wird eine Autopsie durchgeführt und das benötigte Gewebe entnommen. Anschließend wird die verstorbene Person in das von ihr oder den Angehörigen gewählte Bestattungsinstitut zurückgebracht. Durch die Teilnahme entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Was bedeutet eine Gehirnspende für Abschied und Bestattung?

Der Körper wird durch die Autopsie nicht entstellt. Eine Aufbahrung ist nach Angaben des DZNE in der Regel weiterhin möglich, und die Bestattung wird durch die Autopsie nicht verzögert.

Was passiert mit dem gespendeten Gehirngewebe?

Das gespendete Gewebe wird zunächst neuropathologisch untersucht. Anschließend wird es aufbereitet, aufbewahrt und für wissenschaftliche Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt.

Forschende können bei der DZNE Brain Bank Gewebeproben für geeignete Projekte beantragen. So kann das gespendete Hirngewebe dazu beitragen, Krankheitsprozesse besser zu verstehen sowie Diagnostik und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen weiterzuentwickeln.

An wen kann ich mich wegen einer Gehirnspende wenden?

Ansprechpartner für eine Gehirnspende ist die DZNE Brain Bank. Sie ist über die 24-Stunden-Hotline unter 0160 7075146 oder unter 0228 43302-812 erreichbar. Auch eine Kontaktaufnahme per E-Mail ist möglich: brainbank(at)dzne.de.


Persönliche Einblicke zur Gehirnspende

Zwei Interviews zeigen die Gehirnspende aus unterschiedlichen Perspektiven: Hugo Dittmar berichtet von der Entscheidung seiner Frau Heidi, ihr Gehirn der Forschung zu spenden. Prof. Dr. Manuela Neumann erklärt, warum Hirngewebe für die Forschung wichtig ist und wie eine Gehirnspende abläuft.

Warum Heidi Dittmar ihr Gehirn der Forschung spendete

Hugo Dittmar erzählt, wie er und seine Frau sich für eine Gehirnspende entschieden haben und wie er den Ablauf nach ihrem Tod erlebt hat.

Zum Interview mit Hugo Dittmar

Warum Gehirnspenden für die Forschung so wichtig sind

Prof. Dr. Manuela Neumann von der DZNE Brain Bank erklärt, was mit gespendetem Hirngewebe geschieht und warum Forschende darauf angewiesen sind.

Zum Interview mit Manuela Neumann

Auch finanziell Forschung ermöglichen

Gehirnspenden sind für die Wissenschaft von unschätzbarem Wert. Auch mit einer finanziellen Spende können Sie dazu beitragen, dass Alzheimer und andere Demenzerkrankungen besser verstanden, diagnostiziert und eines Tages wirksamer behandelt werden können.

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