Alzheimer-Forschung: Nervösen Nervenzellen auf der Spur

  |   Forschung

Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zu einer gesteigerten Aktivität der Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn. Warum die Nervenzellen außer Kontrolle geraten und sich dabei selber schädigen war bislang unklar. Prof. Olga Garaschuk vom Institut für Physiologie der Universität Tübingen konnte jetzt einen wichtigen Mechanismus dieser neuronalen Hyperaktivität im Mausmodell aufklären. Wir haben das Forschungsprojekt mit 80.000 Euro gefördert.

Die Kommunikation zwischen den Nervenzellen im Gehirn läuft vor allem über elektrische Signale. Doch an der Synapse, dem Übergang von einer Nervenzelle auf die folgende, wird auf chemische Signale umgeschaltet.

Bild aus dem Labor von Prof. Olga Garaschuk

Kalzium spielt dabei eine wichtige Rolle, es wirkt mit bei der Freisetzung von Botenstoffen, den Neurotransmittern. Diese docken an die nachgeschaltete Nervenzelle an, in der wieder ein elektrischer Impuls ausgelöst und weitergeleitet wird.

Ergebnisse ermöglichen neue Therapieansätze

Problematisch wird es, wenn die Kalziumspeicher außer Kontrolle geraten. „Dadurch wird eine größere Menge an Neurotransmittern in der Großhirnrinde freigesetzt, was zur Hyperaktivität der Nervenzellen führt“, sagt Prof. Garaschuk.

Wirkstoffe, welche die Kalziumspeicher in der Zelle entleeren oder die Freisetzung von Kalzium aus dem Speicher blockieren, unterdrücken die krankhafte Hyperaktivität. „Dadurch normalisiert sich die Funktion der Großhirnrinde“, sagt die Wissenschaftlerin. Diese Ergebnisse könnten zu neuen Therapieansätzen führen.

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Unsere Alzheimer-Forscher folgen im Labor Tag für Tag jeder noch so kleinen Spur, um die Alzheimer-Krankheit heilbar zu machen. Wichtige Erkenntnisse kommen aus der Grundlagenforschung – das zeigt das Projekt von Prof. Olga Garaschuk. Mit Ihrer Spende helfen Sie, dass wir die Alzheimer-Krankheit restlos verstehen und eine Heilung möglich wird.

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