Körperliches Training lindert Pflegebelastung bei Demenz

Demenzpatienten beim Training
Training mit Demenz-Patienten
  |   Forschung

Gezieltes Training erweist sich auch bei einer fortgeschrittenen Demenzerkrankung zunehmend als wichtige Strategie zur Erhaltung der Selbstständigkeit im Alltag und der Förderung der Lebensqualität. Die Ergebnisse einer Studie der Deutschen Sporthochschule Köln und der LVR-Klinik Köln deuten darauf hin, dass nicht nur die Patienten selbst davon profitieren, auch die Belastung des Pflegepersonals in der klinischen Demenzversorgung reduziert sich durch ein gezieltes Trainingsprogramm.

Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse gehen auch auf ein von uns mit 80.000 Euro gefördertes Forschungsprojekt an der Deutschen Sporthochschule Köln zurück.

Mehrmals über den Tag verteilt in kurzen „Häppchen“ von 20 Minuten trainieren die Teilnehmer des „Trainingskarussells“, das in der LVR-Klink Köln eingesetzt und erprobt wird. Über den Tag verteilt wird in kleinen Gruppen trainiert – zweimal am Vormittag, zweimal am Nachmittag. „Durch den Wechsel zwischen Aktivphasen und Ruhezeiten versuchen wir so, die Patientinnen und Patienten nicht nur insgesamt in hohem Maß körperlich zu aktivieren, sondern auch ihre Tagesstruktur zu stabilisieren“, erklärt Dr. Tim Fleiner, der die Forschungsgruppe leitet. Bei gleicher Medikation zeigen die Patienten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe klinisch relevante Verbesserungen der neuropsychiatrischen Symptome – insbesondere aggressives Verhalten und labile Stimmungslagen verbesserten sich. Dadurch sank auch die Belastung der Pflegerinnen und Pfleger, die sich im Rahmen der Behandlung in der Klinik um die Patienten kümmerten.

„Die Erkenntnis, dass wir durch gezieltes Training eine Verbesserung für den Patienten und sein Umfeld erreichen, ist neuartig und wichtig für die Gesundheitsversorgung Älterer“, sagt Privatdozent Dr. Peter Häussermann, Chefarzt der Abteilung für Gerontopsychiatrie der LVR-Klinik Köln.

Weitere Informationen

Forschungsprojekt: „Quantitative Untersuchung des Bewegungsverhaltens bei Alzheimer“
Unsere Forschungsförderung
Forschung fördern – Alzheimer besiegen
 


Lesen Sie das bewegende Interview!

Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudi begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

Interview lesen!

Möchten Sie unseren Newsletter abonnieren?

Haben Sie Fragen?

Vertrauen & Transparenz

Bleiben Sie an unserer Seite

Auch in Zeiten von Corona dürfen wir die Alzheimer-Forschung nicht vergessen. Schon 10, 25 oder 250 Euro helfen uns, neue Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen, denn nur Forschung bringt Heilung. Bitte helfen Sie, die Krankheit des Vergessens zu besiegen!

Spenden Sie jetzt!