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Laborforschung zur Selbstreinigung des Gehirns

 |  Forschung

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Jens Pahnke ist für die AFI kein Unbekannter. Die erfolgreichen Arbeiten des Wissenschaftlers haben gezeigt, dass die „Reinigung“ des Gehirns von giftigen Stoffwechselprodukten ein großes Potenzial birgt.

Der Abbau Alzheimer-typischer und schädlicher Beta-Amyloid Proteine ist mit seinen vielfältigen Möglichkeiten auch das Ziel zahlreicher Impfstudien und so von großem Interesse für die Alzheimer-Forschung.

Hinweis: Diese Meldung stammt aus dem Jahr 2014 und beschreibt damalige Labor- und Tierstudien. Daraus lässt sich keine Empfehlung zur Behandlung oder Vorbeugung von Alzheimer ableiten.

ABC-Transporter als Müllabfuhr

Von 2009 bis 2011 wurde Jens Pahnke von der Alzheimer Forschung Initiative mit 40.000 Euro unterstützt. Zu dieser Zeit arbeitete er noch an der Universität Rostock und konnte die genauen Mechanismen des viel versprechenden Abtransports von Proteinen weiter erhellen. „Arbeiten zur Funktion von Blut-Hirn-Schranken ABC-Transportern für die Exkretion von Beta-Amyloid“, so lautete der nicht wenig komplizierte Titel seiner geförderten Arbeit.

ABC-Transporter sind Transportmoleküle, die schädliche Stoffe aus dem Gehirn abtransportieren. Gemeinsam mit Kollegen gelang es Pahnke damals, den entscheidenden Transporter für den Abtransport des Alzheimer-Proteins Beta-Amyloid zu identifizieren. Doch damit nicht genug, denn der umtriebige Wissenschaftler will es immer ganz genau wissen. So untersuchen Pahnke und sein Team heute eine ganze Reihe von Heilpflanzen auf ihr Vermögen, diesen Reinigungsmechanismus des Gehirns anzukurbeln.

Untersuchungen zu pflanzlichen Extrakten

In dem Forschungsprojekt wurden unter anderem Extrakte aus griechischem Eisenkraut untersucht. 2010 zeigten die Laborarbeiten Pahnkes, dass hinter der positiven Wirkung des griechischen Krauts mit dem wohlklingenden botanischen Namen „Sideritis scarica“ tatsächlich mehr steckt. In einem Mausmodell untersuchte das Team, ob ein Extrakt aus griechischem Eisenkraut Alzheimer-typische Ablagerungen beeinflussen kann. Dabei zeigten sich Hinweise auf Veränderungen bei Ablagerungen und Gedächtnisleistungen der Tiere. Ergebnisse aus Tierstudien lassen sich jedoch nicht direkt auf Menschen übertragen.

Die Tage werden allmählich wieder länger, dennoch benötigen einige von uns neben einem wärmenden Getränk einen weiteren positiven Motivationsschub der Natur. Auch bestimmte Johanniskraut-Extrakte wurden im Rahmen der Grundlagenforschung untersucht. In präklinischen Untersuchungen gab es Hinweise darauf, dass bestimmte Johanniskraut-Extrakte Prozesse beeinflussen könnten, die mit Alzheimer-typischen Ablagerungen zusammenhängen. Da depressive Symptome bei Menschen mit Demenz vorkommen können, ist die wissenschaftliche Untersuchung möglicher Zusammenhänge grundsätzlich von Interesse.

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