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Analyse von Stoffwechselvorgängen zur verbesserten Differentialdiagnose von Alzheimer und Frontotemporaler Demenz

Projektdetails:

Thematik: Diagnostik
Förderstatus:laufend
Art der Förderung:Research
Institution:Uniklinik RWTH Aachen und Uniklinik GHU Paris
Projektleitung:Dr. Alexa Livia Häger
Laufzeit:01. Januar 2023 - 31. Dezember 2024
Fördersumme:50.000,00 Euro
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Was wird erforscht?

Bei der Diagnosestellung ist es nicht immer leicht, zwischen verschiedenen Formen von Demenz zu unterscheiden. Bei der Frontotemporalen Demenz kommt es zu Beginn der Erkrankung meist zu Verhaltensauffälligkeiten und Veränderungen der Persönlichkeit, während es bei der Alzheimer-Krankheit zu Störungen in Gedächtnis und Orientierung kommt. Dennoch kann die Differentialdiagnose von beiden Demenz-Arten schwierig sein. Vorangegangene Forschungen zeigen, dass es bei beiden Erkrankungen zu unterschiedlichen Stoffwechselvorgängen im Gehirn kommt. Dr. Alexa Livia Häger von der Uniklinik RWTH Aachen und Dr. Julien Lagarde von der Uniklinik GHU Paris möchten diese Stoffwechselvorgänge genauer untersuchen, um die Frühdiagnose beider Erkrankungen mittels spezifischer Bildgebungsverfahren zu verbessern.

Wie gehen Dr. Häger und Dr. Lagarde dabei vor?

In dem deutsch-französischen Kooperationsprojekt werden Patient*innen untersucht, die entweder an Alzheimer oder an der Frontotemporalen Demenz erkrankt sind. Sie werden mit den Bildgebungsverfahren Magnetresonanztomographie (MRT) und Positronenemissionstomographie (PET) untersucht. Die Ergebnisse werden mit vorangegangenen Resultaten verglichen, um krankheitsspezifische Muster im zellulären Energiestoffwechsel zu entdecken. Das Forscherduo erwartet, dass Hirnareale mit einem reduzierten Stoffwechsel mit einer erhöhten Natrium-Konzentration verknüpft sind. Diese Muster könnten von spezifischen Biomarkern abhängen, die typisch für die jeweilige Form der Demenz und den klinischen Schweregrad ist.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Das Ziel ist, die Energiestoffwechselvorgänge beider Erkrankungen zu verstehen, um langfristig beide Demenzen frühzeitig diagnostizieren zu können.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel entfallen auf Personalmittel (25.800 Euro), Bildgebungen (18.900 Euro), Reisemittel (2.800 Euro) und Publikationskosten (2.500 Euro).
Weitere 50.000 Euro erhält Dr. Julien Lagarde von Fondation Vaincre Alzheimer, der Partnerorganisation der Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Das Projekt wird freundlicherweise von der Wilhelm-Emanuel-Zach-Stiftung unterstützt.

Sehen Sie sich die Videobotschaft von Dr. Häger an.


Steckbrief:

Dr. Alexa Livia Häger

Jahrgang:
1988
In der Demenz-Forschung seit:
2015
Geburtsort:
München
Familienstand:
ledig

Hobbys:
Windsurfen, Malerei, Outdoor-Aktivitäten

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Ich bin Alzheimer-Forscherin, weil…

der demographische Wandel uns zeigt, dass Alzheimer auch in Zukunft eine große Rolle spielen wird, wir aber trotzdem noch vieles über die Erkrankung verstehen müssen, auch um geeignete Therapien zu finden.

Mein Forschungsprojekt ist besonders aussichtsreich, weil…

wir mittels moderner Bildgebungstechniken zum einen Stoffwechselveränderungen des Gehirns bei Demenz-Erkrankungen besser verstehen können, und zum anderen dadurch die Möglichkeit haben, die Differentialdiagnose und den therapeutischen Verlauf von Demenzformen besser zu beurteilen.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…

so weit ist, die komplexe Alzheimer-Erkrankung in ihren Facetten zu ergründen und somit geeignete Therapieansätze anbieten kann.

Persönliche Nachricht:

Ich möchte mich herzlich bei allen Spender*innen bedanken. Durch Sie wird es möglich große, auch internationale Forschungsprojekte zu realisieren, die dabei helfen, Demenzen besser zu verstehen und damit Wege für neue Therapieansätze zu bahnen.

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