Diagnoseverfahren zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit
Projektdetails:
Thematik: | Diagnostik |
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Förderstatus: | abgeschlossen |
Art der Förderung: | Research |
Institution: | Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung |
Projektleitung: | Prof. Dr. Michael Ewers |
Laufzeit: | 01. November 2015 - 31. Oktober 2017 |
Fördersumme: | 80.000,00 Euro |
Eine frühe Alzheimer-Diagnose ist unentbehrlich für eine Behandlung. Unterstützen Sie darum Projekte wie dieses mit einer Fördermitgliedschaft.
Was wird erforscht?
Die Früherkennung der Alzheimer-Krankheit nimmt einen besonderen Stellenwert ein, da einige für Alzheimer typische Gehirnveränderungen bereits 20 Jahre vor dem Auftreten der Symptome beginnen. Bisher sind diese frühen Veränderungen, wie zum Beispiel die Ablagerung der Amyloid-Plaques, nur schwer zu diagnostizieren. Prof. Dr. Michael Ewers und sein Team vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München möchten hier mit Hilfe von speziell entwickelten Algorithmen zur Frühdiagnose Abhilfe schaffen.
Wie geht Michael Ewers dabei vor?
Einzelne Testergebnisse von zum Beispiel Bildgebungsverfahren, sowie neuropsychologischen oder genetischen Untersuchungen ergeben erst in der Zusammenschau ein krankheitsspezifisches Muster. Prof. Ewers möchte in Zusammenarbeit mit Informatikern ein vollautomatisiertes computer-gestütztes Verfahren entwickeln, um ein Risikoprofil der Alzheimer Krankheit unter Verwendung möglichst weniger aber aussagekräftiger Tests zu erstellen.
Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?
Das Projekt soll Ärzten die Möglichkeit bieten, anhand des Screening Verfahrens das Risiko der Alzheimer-Krankheit bei älteren Personen zu kennen, um so Risikopatienten möglichst frühzeitig identifizieren zu können.
Was konnte Prof. Ewers herausfinden?
Das Forschungsteam um Prof. Ewers konnte das Ziel eines diagnostischen Verfahrens zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit erfolgreich umsetzen. Mit Hilfe von neuropsychologischen Tests und Biomarkern, konnte ein Risikoprofil noch vor den ersten Symptomen erstellt werden. Im Rahmen einer Studie wurden Nervenwasseruntersuchungen und neuropsychologische Tests mit Probanden durchgeführt, die eine leichte kognitive Störung zeigten. Mit 85-prozentiger Sicherheit konnte eine Verschlechterung zur Demenz innerhalb von drei Jahren prognostiziert werden. Zudem konnte ein Biomarker-gestütztes Verfahren erstellt werden, das den individuellen mentalen Leistungsabbau bei Personen mit erhöhtem Alzheimer-Risiko besser vorhersagen lässt.
Wie geht es jetzt weiter?
Es konnte ein klinisch relevantes Verfahren zur Früherkennung und Vorhersage des Verlaufs der Alzheimer-Krankheit entwickelt werden. In weiteren Studien wird dieses Verfahren automatisiert, um es den Ärzten zugänglich zu machen.
Wofür wurden die Fördermittel verwendet?
Die Fördermittel entfielen auf die Anstellung eines Wissenschaftlers (78.000 Euro) sowie auf Reisekosten (2.000 Euro).
Wissenschaftliche Publikationen auf Basis des geförderten Projekts
Franzmeier, N., Düzel, E., Jessen, F., Buerger, K., Levin, J., Duering, M., Dichgans, M., Haass, C., Suárez-Calvet, M., Fagan, A.M., Paumier, K., Benzinger, T., Masters, C.L., Morris, J.C., Perneczky, R., Janowitz, D., Catak, C., Wolfsgruber, S., Wagner, M., Teipel, S., Kilimann, I., Ramirez, A., Rossor, M., Jucker, M., Chhatwal, J., Spottke, A., Boecker, H., Brosseron, F., Falkai, P., Fliessbach, K., Heneka, M.T., Laske, C., Nestor, P., Peters, O., Fuentes, M., Menne, F., Priller, J., Spruth, E.J., Franke, C., Schneider, A., Kofler, B., Westerteicher, C., Speck, O., Wiltfang, J.,Bartels, C., Caballero, M.A.A., Metzger, C., Bittner, D., Weiner, M., Lee, J.-H., Salloway, S., Danek, A., Goate, A., Schofield,P.R., Bateman, R.J., Ewers, M. (2018). Left frontal hub connectivity delays cognitive impairment in autosomal-domnant and sporadic Alzheimer's disease. Brain. 141;1186-1200
Foto: Eventfotografie Schneider
Steckbrief:
Prof. Dr. Michael Ewers
1973
2003
Warendorf
ledig
Hobbys:
Klettern & Mountain-Bike