Zurück zur Übersicht

Die Rolle von Entzündungen nach Schädel-Hirn-Trauma bei der Alzheimer-Krankheit

Projektdetails:

Thematik: Ursachenforschung
Förderstatus:laufend
Art der Förderung:Standard Projekt
Institution:Universitätsklinikum Bonn, Institut für neurodegenerative Erkrankungen
Projektleiter:Dr. Dr. Sergio Castro-Gómez
Laufzeit:01. Januar 2022 - 31. Dezember 2023
Fördersumme:50.000,00 Euro
Bild

Um Alzheimer zu heilen, müssen wir die Ursachen der Krankheit entschlüsseln – ein langwieriger Prozess. Helfen Sie uns darum mit einer Fördermitgliedschaft.


Was wird erforscht?

Schädel-Hirn-Traumata gehören zu den Faktoren, die das Risiko für eine Alzheimer-Krankheit erhöhen. Nach einem Schädel-Hirn-Trauma findet man alzheimer-typische Ablagerungen des Proteins Tau und abgestorbene Nervenzellen (Neurodegeneration) im Gehirn. Es gibt Hinweise, dass Hirnentzündungen nach Schädel-Hirn-Trauma diese Prozesse beschleunigen. Dr. Dr. Sergio Gastro-Gómez von der Universitätsklinik Bonn konnte kürzlich zeigen, dass das Protein NLRP3-Inflammasom eine entscheidende Rolle bei diesen Hirnentzündungen spielt. Fehlt dieses Protein, reduzieren sich auch die schädlichen Tau-Ablagerungen. In diesem Projekt wird untersucht, in welcher Beziehung das NLRP3-Inflammasom zum Schädel-Hirn-Trauma steht und wie es sich auf die Alzheimer-Krankheit auswirkt.

Wie geht Dr. Dr. Castro-Gómez dabei vor?

Das Forschungsteam wird ein Mausmodell analysieren, das die alzheimer-typischen Tau-Ablagerungen im Gehirn aufweist. Es wird der Hypothese nachgegangen, ob ein Schädel-Hirn-Trauma die Tau-Ablagerung in Abhängigkeit von NLRP3 beschleunigen könnte.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Dr. Dr. Castro-Gómez untersucht mit seinem Team, ob ein Schädel-Hirn-Trauma den Beginn der neuropathologischen Veränderungen bei der Alzheimer-Krankheit auslösen und/oder beschleunigen könnte. Wenn man die molekularen Mechanismen besser versteht, die den entzündlichen Reaktionen nach einem Schädel-Hirn-Trauma zugrunde liegen, können sich neue therapeutische Strategien ergeben. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes können die Grundlage für klinische Studien an Patienten*innen legen, die ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben und ein Risiko für die Entwicklung von Alzheimer haben.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel werden für Laborkosten wie Antikörper verwendet (22.900 Euro), für Mikroskopie-Analysen (1.000 Euro), für Tierhaltung und Verhaltensstudien (22.100 Euro) sowie für den Besuch internationaler Konferenzen (4.000 Euro).

Sehen Sie sich die Videobotschaft von Dr. Dr. Castro-Gómez an.


Forschersteckbrief:

Dr. Dr. Sergio Castro-Gómez

Jahrgang:
1986
Alzheimer-Forscher seit:
2017
Geburtsort:
Aranzazu, Kolumbien
Familienstand:
ledig

Hobbys:
Bouldern, Fahrrad, Literatur

Bild

Ich bin Alzheimer-Forscher, weil...

ich die Alzheimer-Krankheit für ein ernstes Problem der öffentlichen Gesundheit halte, das gründlich erforscht werden muss, um präventive und therapeutische Strategien zu finden, die die Prävalenz der Krankheit verringern und die Lebensqualität meiner Patient*innen verbessern.

Mein Forschungsprojekt ist besonders aussichtsreich, weil...

dabei werden wir einen der häufigsten Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit, nämlich leichte traumatische Hirnverletzungen, erforschen und nach molekularen Targets suchen, die in Zukunft in klinische Studien einfließen können.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren...

soweit fortgeschritten sein wird, dass wirksame präventive und therapeutische Maßnahmen entwickelt werden können, um die Prävalenz der Krankheit zu verringern und die Lebensqualität meiner Patient*innen und ihrer Familien zu verbessern.

Persönliche Nachricht:

Sehr geehrte Spenderinnen und Spender, ich bedanken mich sehr und ganz herzlich für Ihre löbliche Unterstützung! Mit diesen Förderungsmitteln kann ich dieses spannende Forschungsprojekt starten und weiterentwickeln. Ich halte private Spenden für äußerst wichtig, denn sie ermöglichen uns eine direkte Zusammenarbeit mit den unmittelbar von der Krankheit betroffenen Menschen und sind eine große Ermutigung für unsere Arbeit als Forscher in diesem komplexen Feld.

Möchten Sie unseren Newsletter abonnieren?

Haben Sie Fragen?

Vertrauen & Transparenz