Entstehung und Therapie der ersten Beta-Amyloid Ablagerungen im Gehirn

Projektdetails:

Thematik:Ursachenforschung
Förderstatus:laufend
Art der Förderung:Pilot Projekt
Institution:Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Tübingen, Zellbiologie Neurologischer Erkrankungen
Projektleiter:Dr. Alejandro Iván Ruiz Riquelme
Laufzeit:01. Januar 2020 - 31. Dezember 2021
Fördersumme:40.000,00 Euro
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Um Alzheimer zu heilen, müssen wir die Ursachen der Krankheit entschlüsseln – ein langwieriger Prozess. Helfen Sie uns darum mit einer Fördermitgliedschaft.


Was wird erforscht?

Alzheimer-Forscher gehen davon aus, dass Therapien gegen die Alzheimer-Krankheit noch vor den ersten Symptomen ansetzen müssen. Typisch für die Alzheimer-Krankheit sind giftige Beta-Amyloid Ablagerungen im Gehirn, genannt Plaques. Diese entstehen durch einen ersten sogenannten Beta-Amyloid Aggregationskeim, der vermutlich von einer anderen Struktur und Zusammensetzung ist als die daraus entstehenden Amyloid-Plaques. Dies geht aus bisher unveröffentlichten Ergebnissen hervor. Es ist allerdings noch nicht erforscht, wann die ersten Beta-Amyloid Aggregate entstehen. Dr. Ruiz Riquelme vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Tübingen möchte solche Beta-Amyloid Aggregationskeime isolieren und im Detail untersuchen.

Wie geht Dr. Ruiz Riquelme dabei vor?

Für dieses Forschungsprojekt werden Dr. Riquelme und sein Team Beta-Amyloid Aggregationskeime aus dem Gehirn von Menschen und Mäusen isolieren. Für die Untersuchung dieser ersten Beta-Amyloid Aggregate werden ganz neue Verfahren, z.B. die Aufreinigung mit Hydrogelen, verwendet. Dabei werden die Aggregate gesammelt und liegen somit in konzentrierter Form vor. Die Aggregate werden dann auf ihre biologische Aktivität geprüft und Antikörper gegen sie hergestellt. 

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Die in diesem Projekt gewonnenen Antikörper haben dann das Potential die Beta-Amyloid Aggregationskeime in einem ganz frühen Stadium zu bekämpfen und somit zu neutralisieren. Dadurch besteht die Hoffnung die Alzheimer-Krankheit zu verhindern.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel werden für Gehälter (14.000 Euro) und für Labormaterialien (26.000 Euro) wie Antikörper sowie Elektronenmikroskopie verwendet.

Foto: Patricia C. Lucas Photography


Forschersteckbrief:

Dr. Alejandro Iván Ruiz Riquelme

Jahrgang:
1981
Alzheimer-Forscher seit:
2015
Geburtsort:
Águilas (Murcia), Spanien
Familienstand:
Ledig

Hobbys:
Musik, Gitarre spielen, Lesen

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Ich bin Alzheimer-Forscher, weil…

mich als Neurowissenschaftler die Funktionsweise des menschlichen Gehirns schon immer fasziniert hat. Es ist traurig und unfassbar, wie die Alzheimer-Erkrankung das Gehirn zerstört und noch immer kennen wir die zugrundeliegenden Mechanismen nicht. Mit meiner Arbeit zur Erforschung der Alzheimer-Erkrankung hoffe ich dazu beizutragen, die Krankheit besser zu verstehen und ihre Heilung voranzutreiben.

Mein Forschungsprojekt ist besonders aussichtsreich, weil…

es eine neue Strategie verfolgt, die in einem ganz frühen Stadium des Krankheitsverlaufs ansetzt, bevor überhaupt Schäden am Gehirn entstanden sind. Damit kann der Grundstein für eine künftige Behandlung oder Prävention gelegt werden, mit der eine Alzheimer-Erkrankung von vornherein verhindert wird.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…

mit den neuen Ansätzen von heute zur Bekämpfung der Krankheit das nötige Wissen haben wird, die noch bestehenden Lücken bezüglich der Funktionsweise der Krankheit zu schließen. Dann können wirkungsvollere Therapien entwickelt werden, die den Beginn der Krankheit verhindern.

Persönliche Nachricht:

Ich bin den Spendern überaus dankbar für ihre Unterstützung bei der Durchführung dieses Projekts. Ohne ihr Engagement wäre dieses Projekt, so wie ein großer Teil der Forschung auf dem Gebiet Alzheimer, nicht möglich. Wir haben noch einen langen Weg vor uns bis Alzheimer geheilt werden kann, aber dank der Spendenbeiträge kommen wir dem Ziel ein Stückchen näher.


Lesen Sie das bewegende Interview!

Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudi begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

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