Entwicklung eines hochsensitiven Bluttests für eine frühe und zuverlässige Diagnose der Alzheimer-Krankheit

Projektdetails:

Thematik:Diagnostik
Förderstatus:laufend
Art der Förderung:Standard Projekt
Institution:Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Neurologie
Projektleiter:PD Dr. Matthias Schmitz
Laufzeit:01. Januar 2021 - 31. Dezember 2023
Fördersumme:120.000,00 Euro
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Was wird erforscht?

Ein zuverlässiger und früh einsetzbarer Bluttest würde die Alzheimer-Diagnose wesentlich verbessern. Um die Alzheimer-Krankheit anhand eines spezifischen Biomarkers zu diagnostizieren, wird zurzeit die Rückenmarksflüssigkeit entnommen und untersucht. Ein Bluttest wäre deutlich weniger invasiv und aufwändig und bietet zudem das Potential einer noch zuverlässigeren Diagnose. PD Dr. Matthias Schmitz von der Universitätsmedizin Göttingen möchte einen Bluttest entwickeln, der eine zuverlässige Alzheimer-Diagnose möglichst noch vor dem Auftreten der ersten Symptome bietet.

Wie geht PD Dr. Schmitz dabei vor?

Die Forschungsgruppe von PD Dr. Matthias Schmitz wird eine statistisch aussagekräftige Patientenkohorte mit über 200 Alzheimer-Patienten und einer Kontrollgruppe untersuchen. Die Forscher*innen werden sowohl bekannte Biomarker als auch neu entdeckte Biomarker im Blut der Studiengruppe analysieren. Dafür werden sie eine neuartige Methode anwenden, die auf der sogenannten Einzelmolekül-Array-Technologie (Simoa) basiert. Diese Technologie zeichnet eine 1.000-Mal höhere Empfindlichkeit als herkömmliche Methoden aus. Anschließend wird die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der jeweiligen Biomarker berechnet. Schließlich erfolgt eine Analyse über den Zusammenhang zwischen dem Biomarker-Spiegel und den vorhandenen klinischen Daten wie Krankheitsverlauf und Mini-Mental-Ergebnis. Daraus entsteht eine spezifische Aussagekraft der Biomarker im Hinblick auf die Diagnose und den Krankheitsverlauf.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Mit diesem hochsensitiven Bluttest soll eine verbesserte, deutlich frühere Diagnostik ermöglicht werden. Die Untersuchung von Biomarkern noch vor dem Auftreten der ersten Symptome kann zudem Aufschluss über den Ursprung der Alzheimer-Krankheit geben.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Von den Fördermitteln wird ein Mitarbeiter finanziert (90.000 Euro), Kongressgebühren bezahlt (3.000 Euro) sowie Labormaterialien (27.000 Euro), wie die Simoa-Tests, gekauft.

Sehen Sie sich die Videobotschaft von Dr. Schmitz an.

Foto: Neff Fotografie


Forschersteckbrief:

PD Dr. Matthias Schmitz

Jahrgang:
1975
Alzheimer-Forscher seit:
2009
Geburtsort:
Hamm
Familienstand:
verheiratet, 2 Kinder

Hobbys:
Wissenschaft, Sport, Reisen und Lesen

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Ich bin Alzheimer-Forscher, weil…

ich überzeugt bin, zusammen mit meinem Team einen nicht unerheblichen Beitrag zum finalen Ziel der verlässlichen Diagnose und Heilung der Erkrankung leisten zu können.

Mein Forschungsprojekt ist besonders aussichtsreich, weil…

eine frühzeitige (möglichst präklinische und nicht-invasive) und verlässliche Diagnose elementarer Bestandteil für zukünftige Therapien sein wird.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren…

es uns ermöglichen wird, neue Therapieformen, basierend auf einem grundlegenden Verständnis der molekularen Mechanismen sowie dem frühzeitigen Erkennen der Erkrankung, anbieten zu können.

Persönliche Nachricht:

Liebe Spenderinnen und Spender, ich danke Ihnen vielmals für Ihr außerordentliches Engagement in der Alzheimer-Forschung! Ohne Ihren privaten Beitrag könnten viele aussichtsreiche Projektideen, insbesondere von kleineren Arbeitsgruppen und jungen Forschern allein durch staatliche Förderung oder Eigenmittel nicht umgesetzt werden.


Lesen Sie das bewegende Interview!

Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudi begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

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