Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Alzheimer-Krankheit

Projektdetails:

Thematik: Ursachenforschung
Förderstatus: laufend
Art der Förderung: Kurt Kaufmann-Preis
Institution: Universitätsklinik Köln / Forschungszentrum Jülich
Projektleiter: Dr. Gérard Nisal Bischof
Laufzeit: 01. März 2018 - 29. Februar 2020
Fördersumme: 10.000,00 Euro
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Um Alzheimer zu heilen, müssen wir die Ursachen der Krankheit entschlüsseln – ein langwieriger Prozess. Helfen Sie uns darum mit einer Fördermitgliedschaft.


Was wird erforscht?

Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zu molekularen Veränderungen der Proteine Beta-Amyloid und Tau. Das Beta-Amyloid verklumpt zu sogenannten Plaques und das Tau-Protein lagert sich zu Faserbündeln, den sogenannten Fibrillen zusammen. Autopsiestudien, also Untersuchungen des Gehirns nach dem Tod, haben gezeigt, dass die Veränderungen des Tau-Proteins in einem engeren Zusammenhang mit den klinischen Symptomen der Alzheimer-Patienten stehen, als die der Plaques. Es erkranken auffällig mehr Frauen an der Alzheimer-Krankheit. Aus diesem Grund wird der Frage nachgegangen, woher der geschlechtsspezifische Unterschied kommt. Dr. Gérard Nisal Bischof von der Uniklinik Köln wird untersuchen, inwiefern sich das Geschlecht aber auch der Bildungsgrad auf die Tau-Pathologie und die daraus folgenden neuronalen Veränderungen von Alzheimer-Patienten auswirken.

Wie geht Dr. Gérard Nisal Bischof dabei vor?

Dr. Bischof wird die Daten von aktuell laufenden klinischen Studien mit Alzheimer-Patienten auf geschlechtsspezifische Unterschiede hin auswerten. In den Studien wurden durch das bildgebende Verfahren PET (Positronen-Emissions-Tomographie) besonders die Regionen im Gehirn angeschaut, in denen sich Tau typischerweise zu Fibrillen ablagert. Außerdem wird die Tau-Belastung der Patienten untersucht. In einem nächsten Schritt wird der Faktor des Bildungsgrads hinzugezogen, um einen möglichen Zusammenhang zur Tau-Belastung zu erkennen.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Dieses Forschungsprojekt soll die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den krankhaften Veränderungen von Tau aufdecken. Ziel ist die Gewinnung von neuen Erkenntnissen, die zu einer geschlechtsspezifischen und damit gezielteren Alzheimer-Therapie führen könnten. Außerdem soll gezeigt werden, dass ein höherer Bildungsgrad die Widerstandsfähigkeit gegenüber der Alzheimer-Krankheit erhöht. Dies wäre ein weiterer Beleg dafür, dass Bildung eine sinnvolle vorbeugende Maßnahme darstellt.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Von den Fördermitteln werden eine wissenschaftliche Hilfskraft bezahlt sowie die Reisekosten für eine Konferenz.


Forschersteckbrief:

Dr. Gérard Nisal Bischof

Jahrgang:
1981
Alzheimer-Forscher seit:
2008
Geburtsort:
Ratnapura, Sri Lanka
Familienstand:
ledig

Hobbys:
Badminton, Reisen, Joggen

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Ich bin Alzheimer-Forscher, weil...

die Alzheimer Erkrankung ein großes gesamtgesellschaftliches Problem darstellt, dessen ursächliche Erforschung uns die Möglichkeit gibt, den Folgen der Alzheimer Erkrankung, nämlich dem langsamen Verschwinden der eigenen Biographie eines Menschen, Einhalt zu gebieten.

Ich möchte mit meiner Forschung erreichen, dass...

wir die Mechanismen des Zusammenwirkens der unterschiedlichen Alzheimermoleküle im Gehirn der Patienten verstehen und herausfinden welche Faktoren zur unterschiedlichen Toleranz der neuronalen Konsequenzen der Alzheimererkrankung beitragen.

Ich hoffe, dass die Alzheimer-Forschung in 10 Jahren...

ein ganzheitliches Verständnis für das Zusammenwirken der molekularen Prozesse erworben hat und das durch gezielte Intervention die Lebensqualität von Risikogruppen bis ins hohe Alter gewährleistet werden kann.

Die Förderung der AFI ist für mich wichtig, weil...

sie die Möglichkeit eröffnet jüngere Generationen von Forschern zu fördern und diese für die Alzheimer Thematik zu sensibilisieren. Dadurch kann ein größeres öffentliches Bewusstsein für die Erkrankung erreicht werden.

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Zehn Jahre hat Christa Schneider ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Trudie begleitet. In einem bewegenden Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Ihr Fazit: vorbeugen so gut es geht und spenden für die Alzheimer-Forschung.

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